Julius Kühn-Preis 2016 für PD Dr. Anne-Katrin Mahlein u. Dr. Stefanie Ranf

Der Julius Kühn-Preis wird von der DPG alle 2 Jahre an Wissenschaftler unter 40 Jahre vergeben, die  »im Sinne Julius Kühns zur Entwicklung eines ökologisch und ökonomisch ausgerichteten Pflanzenschutzes beigetragen und die wissenschaftlichen Grundlagen dafür verbessert haben. In diesem Jahr haben sich die Mitglieder des Kuratoriums des Julius Kühn-Preises für die Verleihung von zwei Preisen entschieden: zum einen an die Privatdozentin Dr. Anne-Katrin Mahlein von der Universität Bonn und zum anderen an Dr. Stefanie Ranf von der Technischen Universität München. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Johannes Hallmann.

Frau Privatdozentin Dr. Anne-Katrin Mahlein hat in Bonn Agrarwissenschaften studiert und dieses im April 2007 als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Es folgte die Promotion am Institut für Nutzpflanzenforschung und Ressourcenschutz in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Heinz- Wilhelm Dehne sowie in enger Zusammenarbeit mit den Privatdozenten Dr. Erich Oerke und Dr. Ulrike Steiner. In dieser Zeit begann Frau Dr. Mahlein sich mit den Möglichkeiten fernerkundlicher Verfahren zur Erfassung von Pflanzenkrankheiten auseinanderzusetzen. 2011 promovierte sie mit dem Thema »Nachweis, Identifizierung und Quantifizierung pilzlicher Krankheitserreger mittels hyperspektraler Bildanalyse«. Hierfür erhielt sie den Promotionspreis für die beste Dissertation der Universität Bonn. Nach einer PostDoc Zeit mit Auslandsaufenthalt an der University of Manchester, UK, in der renommierten EAgrigroup, bei Prof. Bruce Grieve, leitet sie seit Januar 2014 eine unabhängige Nachwuchsforschergruppe im Rahmen des vom BMBF geförderten Kompetenznetzwerkes »Crop.Sens.e.net« zum Thema »Hyperspektrale Phänotypisierung der Resistenzreaktion bei Gerste«. Am 1. Juni 2016 habilitierte sich Frau Dr. Mahlein und erhielt die Venia Legendi für das Fachgebiet Phytomedizin. Frau Dr. Mahleins prioritäres Forschungsinteresse ist es, komplexe biochemische und bio-physikalische Veränderungen in Wirt- Pathogen-Interaktionen mit Hilfe hochsensitiver Spektralsensoren sichtbar zu machen. Die so gewonnen Erkenntnisse tragen entscheidend dazu bei, Befallssituationen frühzeitig zu diagnostizieren und pflanzliche Abwehrmechanismen besser zu verstehen. Pflanzenkrankheiten lassen sich damit optimaler bekämpfen, krankheits- resistente Genotypen und neue Wirkstoffe effizienter selektieren. Frau Mahlein arbeitet überaus interdisziplinär mit Kollegen aus der Informatik, Elektrophysik und Geodäsie ist, dass hyperspektraler Sensoren nun auch in der Humanmedizin eingesetzt werden. Frau Dr. Mahlein hat ihre Forschungsarbeiten in beeindruckenden 36 peer-reviewed Artikeln publiziert.

Frau Dr. Stefanie Ranf hat Biochemie an der Universität Regensburg studiert, arbeitete dann, im Rahmen eines DFG-Stipendiums, von 2003 bis 2004 an der University of South Carolina, USA. 2005 begann Frau Dr. Ranf ihre Promotion in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dierk Scheel und Dr. Justin Lee, Abteilung für Stress und Entwicklungsbiologie, Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle. Hierbei ging es um die Bedeutung des Calcium Signalings für die Immunabwehr der Pflanze. Nach Abschluss der Promotion im Jahr 2011 und einigen Monaten als PostDoc, wechselte sie 2013 in die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ralph Hückelhoven an den Lehrstuhl für Phytopathologie der Technischen Universität München. Zunächst eingestellt als wissenschaftliche Mitarbeiterin leitet sie seit März dieses Jahres ihre eigene, von der DFG im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderte Emmy-Noether Forscher-Gruppe. Frau Dr. Ranf beschäftigt sich mit der Frage, wie wehren sich Pflanzen gegen Krankheitserreger. Pflanzen verfügen über verschiedenste Abwehrmechanismen, Krankheitserreger wiederum haben Strategien entwickelt, sich der Erkennung durch die Pflanze zu entziehen, bzw. pflanzliche Abwehrmechanismen auszuschalten, so dass es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen pflanzlicher Abwehr und Unterdrückung der pflanzlichen Abwehr durch den Schaderreger kommt. Frau Dr. Ranf gelang es nun für den bakteriellen Schaderreger Pseudomonas syringae die Prozesse der Signalübertragung zu identifizieren. Insbesondere untersuchte sie, wie konservierte Signalmoleküle, so genannte microbeassociated molecular patterns (MAMPS), des bakteriellen Schaderregers auf pflanzlicher Seite an spezifische Rezeptoren (host pattern-recognition receptors, PRR) binden und damit eine allgemeine Immunantwort induzieren. Als Signalmoleküle erwiesen sich im vorliegenden Fall die sogenannten Lipopolysaccharide, Bestandteile der äußeren Membranhülle von  P. syringae . Frau Dr. Ranf konnte nun erstmalig auf pflanzlicher Seite das dazugehörige Sensorprotein identifizieren, das für die LPS-induzierte Immunantwort erforderlich ist. Durch Übertragung dieses Sensors auf andere Pflanzen wurden diese dauerhaft resistent gegen ein breites Spektrum von Krankheitserregern. Somit besitzt dieses Verfahren enormes Potenzial für die Verbesserung der Widerstandsfähigkeit unserer Kulturpflanzen vor Befall mit Schaderregern. Frau Dr. Ranf hat ihre Forschungsarbeiten in 14 peer-reviewed Artikeln in durchweg sehr hochklassigen Zeitschriften publiziert, darunter Nature Immunology.

Otto-Appel-Denkmünze 2016 für Prof. Dr. Bernd Böhmer

Die Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e.V. hat gemeinsam mit dem Industrieverband Agrar e.V., der Unterabteilung Maschinen und Geräte für den Pflanzenschutz in der Landmaschinen- und Ackerschleppervereinigung (LAV), der Deutschen Raiffeisen-Warenzentrale GmbH und dem Leiter des Referates Pflanzenschutz im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Herrn Prof. Dr. Bernd Böhmer, ehem. Leiter des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bonn, die Otto-Appel-Denkmünze 2016 für sein unermüdliches jahrzehntelanges erfolgreiches Engagement für die Fortentwicklung und die Ziele eines nachhaltigen Pflanzenschutzes verliehen. Die Auszeichnung wurde ihm auf der Deutschen Pflanzenschutztagung 2016 in Halle vom Präsidenten des Julius Kühn-Institutes, Herrn Dr. G.-F. Backhaus überreicht.

Korrespondierende Mitgliedschaft an Dr. Gerhard Bedlan verliehen

Die Korrespondierende Mitgliedschaft in der DPG wurde an den Vorsitzenden der österreichischen Partnerorganisation ALVA, Herrn Dr. Gerhard Bedlan verliehen. Herr Dr. Bedlan ist seit vielen Jahren nicht nur Ansprechpartner für die DPG in seiner Organisation, sondern beteiligte sich zudem aktiv  als Arbeitskreisleiter des AK Gartenbau und Auslandssprecher am Vereinsleben der DPG.

 

 

 

Nachwuchspreis 2016 für Dr. Sebastian Liebe

Die DPG stiftete 2013 den »Nachwuchspreis der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft e.V.«. Der Preis wird vom Vorstand der DPG an Personen mit besonderen wissenschaftlichen Leistungen in Master- oder Promotionsarbeiten auf dem Gebiet der Phytomedizin verliehen.

Ausgezeichnet wurde im Jahr 2016 Herr Dr. Sebastian Liebe.

Herr Dr. Sebastian Liebe hat im Rahmen eines von der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP) geförderten Projektes den Einfluss von Feldumwelt, Zuckerrüben-Genotyp und Lagerungstemperatur auf die Ausbildung von Fäulniserregern untersucht. Hierzu hat er eine Methode zur präzisen Bonitur von Lagerfäulen entwickelt, mit deren Hilfe dann Befalls-Verlustrelationen bestimmt wurden. Darüber hinaus hat Herr Dr. Liebe einen Bioassay zur Prüfung von Lagerfäulestabilität etabliert sowie mittles „DNA microarray“ und „deep sequencing“ das pilzliche Mikrobiom charakterisiert. Die von Herrn Dr. Liebe erarbeiteten Ergebnisse zeigen erstmals, dass genotypische Unterschiede bei der Lagerstabilität bestehen und Umweltfaktoren die Ausprägung der Lagerfäule erheblich beeinflussen können. Für die Korrelation zwischen Invertzucker, Ertrag und Fäulnisbonitur wurden 15.000 Zuckerrüben aufgeschnitten. Mit dem etablierten Biotest kann die Lagerfäulestabilität nun bereits an Jungpflanzen erfasst und das Merkmal so in die züchterische Gesamtbewertung neuer Genotypen integriert werden. Die Entwicklung des DNA microarray für Zuckerrübe ist nicht nur innovativ für Zuckerrübenpathogene und Saprophyten sondern hat auch Beispielcharakter für andere Wirt Pathogensysteme. Das Verfahren ermöglicht zudem erstmals die Diagnose komplexer Rübenfäulen. Herr Dr. Liebe hat mit seinen Arbeiten einen bedeutenden Grundstein für ein verbessertes Verständnis des Lagerfäulekomplexes an Zuckerrübe gelegt, so dass es nun möglich ist, die einzelnen Erreger und ihre Wechselwirkung mit dem Wirt im Detail zu untersuchen. Herr Dr. Liebe hat seine Promotion mit Summa cum laude abgeschlossen und die Ergebnisse seiner Arbeit unter anderem in Phytopathology (2) und FEMS Microbiology Ecology publiziert.

Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Wissenschaftspreis 2016 an Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel verliehen

Der Gießener Pflanzenforscher und Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel hat den „Wissenschaftspreis der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft e.V.“ erhalten. Der Vorstand der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft (DPG) würdigt damit die wegweisenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Phytomedizin, die Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel durch seine zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen (www.uni-giessen.de/fbz/fb09/institute/phyto/publikat) belegt hat.  Die Verleihung des Preises fand am 17. März 2016 anlässlich der Jahrestagung des DPG-Arbeitskreises „Wirt-Parasit-Wechselwirkungen“ an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) statt.

Die Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft e.V. (DPG) hatte aus Anlass ihres 85-jährigen Bestehens im Jahr 2013 erstmalig den „Wissenschaftspreis der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft e.V.“  ausgeschrieben, der seither jährlich anlässlich einer nationalen oder internationalen Fachtagung verliehen werden kann. Laut Satzung wird der Preis vom Vorstand der DPG an Personen mit wegweisenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Phytomedizin verliehen, die durch wissenschaftliche Publikationen belegt sein müssen.

Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel, Jahrgang 1956, lehrt und forscht seit 1996 an der JLU. Den Ruf nach Gießen nahm er nach verschiedenen Stationen u.a. an der RWTH Aachen, am Weizman Institute of Science in Rehovot in Israel und am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung in Köln an. Nachdem er von 1990 bis 1995 am Institut für Pflanzenphysiologie der RWTH Aachen eine Arbeitsgruppe geleitet hatte, die sich mit der Charakterisierung der Funktion von Mehltau-Resistenzgenen in der Gerste beschäftigte und sich 1995 mit einer Arbeit zum Thema Molekulare Erkennungssysteme in Getreidepflanzen habilitierte, übernahm Prof. Kogel Ende 1996 die Leitung des IPAZ, heute Institut für Phytopathologie am Fachbereich 09 – Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der JLU.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Molekulare Pflanzenpathologie, Pflanzenbiotechnologie, Allergieforschung und  Biologischer Pflanzenschutz.  Auf dem letzteren Gebiet entdeckte seine Gießener Arbeitsgruppe nützliche Mikroorganismen, die positiv auf die Gesundheit und den Ertrag von Kulturpflanzen wirken und somit den Einsatz chemischer Mittel reduzieren können. Zuletzt haben Arbeiten seines Forscherteams zur Rolle von kleinen RNA Molekülen bei der Entstehung und der Bekämpfung von Krankheiten weltweites Aufsehen erregt.  

Anton de Bary-Medaille 2016 Prof. Dr. Richard Sikora zuerkannt

Im Laufe seiner wissenschaftlichen Karriere hat Herr Prof. Dr. Richard Sikora herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Phytomedizin erbracht. Wegweisend sind seine Arbeiten zur Bedeutung des Bodenökosystems für die Pflanzengesundheit und zur biologischen Bekämpfung pflanzenparasitärer Nematoden.

Herr Sikora entwickelte innovative Verfahren zur Messung des antagonistischen Potenzials im Boden und brachte diese zur Anwendung. Er zählte zu den Ersten, die die Bedeutung pflanzenassoziierter Mikroorganismen für die Pflanzengesundheit erforschte. Von der Isolation wirksamer Isolate gegen pflanzenparasitäre Nematoden, bodenbürtige Pilze und saugende Insekten, über die Aufschlüsselung der Wirkungsmechanismen bis hin zur Entwicklung von Formulierungs- und Applikationsverfahren hat Herr Sikora das Arbeitsgebiet pflanzenassoziierter Mikroorganismen in ihrer gesamten Breite bearbeitet und dabei vielfach neues Terrain betreten.

Seine Forschungsergebnisse hat Herr Sikora in über 300 wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Übersichtsartikeln und Buchkapiteln publiziert. Er ist Herausgeber von 11 Büchern und Proceedings und von zwei studentischen Handbüchern zum Thema Bodenökosystem und Pflanzengesundheit. Er ist Mitherausgeber des Lehrbuches »Plant Parasitic Nematodes in Subtropical and Tropical Agriculture«, dem Standardwerk für dieses Arbeitsgebiet.

Herr Sikora ist ein begeisterter und begeisternder Wissenschaftler, der in besonderem Maße Internationalität gelebt und gefördert hat. Nahezu die Hälfte seiner zahlreichen asterstudenten und über 90 Doktoranden kam aus dem Ausland und zahlreiche Forschungsprojekte führten ihn regelmäßig in deren Heimat. Besonders am Herzen lag ihm Afrika und die Frage, wie Bodendiversität, Kulturpflanze und Schaderreger unter tropischen/subtropischen Bedingungen die Pflanzengesundheit beeinflussen und welche Pflanzenschutzmaßnahmen daraus für die Praxis abgeleitet werden können. Herr Prof. Sikora leitete von 1990 bis 2009 den Lehrstuhl für Phytomedizin in Bodenökosystemen am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn.

Auch nach seiner Emeritierung 2009 betreibt Herr Prof. Sikora sein Fachgebiet weiterhin sehr engagiert. Besonders hervorzuheben ist seine Ernennung zum Fellow des Stellenbosch Institut for Advanced Study in Südafrika.

Herr Prof. Sikora erhielt zahlreiche internationale Auszeichungen und Ehrungen. Die DPG ist stolz, mit ihrem Mitglied Herrn Prof. Sikora einen hervorragenden und international sichtbaren Wissenschaftler auszeichnen zu können.

Ehrennadeln der DPG 2016

Ehrennadel für  Harald Kramer

Herr Harald Kramer wird für sein unermüdliches Engagement zur Optimierung
der Applikationstechnik geehrt. Nach seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hohenheim am Institut für Agrartechnik übernahm er den Sachbereich Pflanzenschutztechnik in der heutigen LWK Nordrhein Westfalen. Sein besonderer Einsatz galt der Anpassung der Anwendungstechnik an die Anforderungen des Integrierten Pflanzenschutzes. Er beteiligte sich als Partner im TOPPSProjekt. Die EDV-basierte Beurteilung der Spritzentechnik als Auswahlhilfe im EOSProjekt wurde von ihm maßgeblich mitentwickelt und unterstützt. Die  Forschungsergebnisse haben Eingang in viele Fachartikel und Vorträge gefunden und sind im Lehrbuch des Pflanzenbaues nachzulesen. Als Meilenstein verdient die in Zusammenarbeit mit den Herstellern entwickelte kontinuierliche Spritzeninnenreinigung, das erste umweltschonende Reinigungsverfahren, besondere Anerkennung. Seit 1995 ist Herr Kramer im DPGArbeitskreis
Pflanzenschutztechnik aktiv, seit 2011 leitet er ihn. Seit 2012 ist er Mitglied der Neuheitenkommission der Agritechnica und arbeitet im Fachbeirat Geräteanerkennungsverfahren sowie im Fachbeirat Gerätekontrolle mit. Ferner ist er im SPISE-Projekt zur Standardisierung der Gerätekontrolle auf EU-Ebene sowie bei den Fachreferenten Anwendungstechnik im Julius Kühn-Institut vertreten. Wir danken Herrn Harald Kramer für diesen besonderen Einsatz für die Ziele der DPG.

Ehrennadel für Dr. Axel Zinkernagel

Dr. Axel Zinkernagel fungiert seit 15 Jahren als Webmaster für die DPG. Bereits während seines Studiums Anfang 2000 stellte er dem Vorstand der DPG, dessen erster Vorsitzender damals sein Vater Prof. Dr. Volker Zinkernagel, Freising, war, die zunehmende Bedeutung der Internet-Präsentation einer wissenschaftlichen Fachgesellschaft dar.
Er ließ seinem Appell Taten folgen und erarbeitete eine erste Internetpräsenz der DPG, die seitdem mehr und mehr ausgebaut wurde und heute aus dem Leben der DPG nicht mehr wegzudenken ist. Stets plädierte er für das finanziell Machbare und nicht für das oft teurere Wünschenswerte. So sind uns bis heute finanzielle Risiken bei permanent notwendigen Software- Upgrades erspart und technische Neuerungen auf das notwendige Maß begrenzt geblieben – ohne dass sich das auf die Attraktivität der Seite ausgewirkt hätte.
Darüber hinaus ist Herr Zinkernagel ohne zu zögern da, wenn man ihn braucht – ein herausragendes Engagement.
Der Vorstand der DPG hat über viele Jahre hin eine Vorstellung davon bekommen, wie schwierig die Weiterentwicklung von Websites unter unablässigem Anpassungsdruck der Technik bei gleichzeitigem, permanentem
Geldmangel ist. Wir sind voller Anerkennung und dankbar für Herrn  Zinkernagels Leistung und Treue.

Ehrennadel für Dr. Gregor Hagedorn

Dr. Gregor Hagedorn trat bereits 1992 der DPG bei und interessierte sich frühzeitig für die Vermittlung phytomedizinischer Inhalte an die Öffentlichkeit. Er suchte nach Möglichkeiten der Darstellung von Fachinformationen in den um die Jahrtausendwende entstehenden neuen Medien.
Als Wikipedia 2001 gegründet wurde, erkannte Herr Hagedorn frühzeitig das
Potential dieses Projektes zur Erstellung eines Onlinelexikons und eignete sich die technischen Voraussetzungen für die Umsetzung auch halboffener Wikis an, die zwar von jedem gelesen, aber nur von einer Runde von Experten editiertes und damit bewertetes Wissen anbieten konnten. Nach seiner Berufung in den Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit der DPG warb er für die Übertragung des »Glossars phytomedizinischer Begriffe« in ein Phytomedizin-Wiki und erbot sich, dieses auch selbst umzusetzen. Seit 2008 verfügt deshalb die DPG über dieses Wiki, welches in der Ausbildung zum Phytomediziner benötigte Definitionen enthielt und von zahlreichen Studenten genutzt wurde. Bis heute stellt
Herr Hagedorn die Infrastruktur für das Wiki unentgeltlich bereit. Wir danken ihm für dieses besondere Engagement für die DPG.