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Charakterisierung wichtiger chitinolytischer Enzyme von Serratia plymuthica C48Jens Frankowski, Gabriele Berg und Hubert BahlUniversität Rostock, Mikrobiologie, Gertrudenstrasse 11a, D-18051 RostockSerratia plymuthica ist ein Rhizobakterium mit antifungischen Eigenschaften, dass sich auch als wirkungsvoller Antagonist von Verticillium longisporum (STARK) KARAPAPA et al. (1997) erwiesen hat. Bei dem Isolat C48 beruht die antifungische Wirkung in vitro auf der Bildung von Chitinasen. Durch den Einsatz von Chitinase-defekten Mutanten in der biologischen Kontrolle der Verticillium Welke an der Modellpflanze Raps (Brassica napus spp. oleifera METZG. SINSK.) wurde gezeigt, dass die chitinolytische Aktivität auch für die Schutzwirkung an der Pflanze verantwortlich ist. Das chitinolytische System von Serratia plymuthica C48 besteht aus mindestens 3 verschiedenen chitinolytischen Enzymen, die chromatographisch aufgereinigt und biochemisch charakterisiert wurden: zwei Endochitinasen (E.C.3.2.1.14) ENDO1 mit einem Molekulargewicht von 60 kDa, einem isoelektrischen Punkt (pI) von 5,0 und einem pH-Optimum von 5,4; ENDO2 mit 56 kDa und pI 4,8 und eine beta-N-Acetylhexosaminidase (E.C.3.2.52) NAG1 mit 96 kDa, pI 6,8, pH-Optimum 6,6 und einem Temperaturoptimum von 43 °C. Das Keimhyphenwachstum von Botrytis cineria wurde in vitro durch NAG1, ENDO1 und ENDO2 (100 µg ml-1) um 24 %, 19 % und 8 % gehemmt. | |
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Prüfung von Antagonisten gegen Fusarium oxysporum f. sp. radicis lycopersici an der Tomate in erdeloser KulturR. Grosch, Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt e.V., Theodor Echtermeyer Weg 1, D-14979 Großbeeren.
Weltweit werden durch Fusarium oxysporum f. sp. radicis lycopersici (FORL) an der Tomate, aber auch an Weizen, Mais und Blumenkohl beträchtliche Schäden verursacht. In den Niederlanden wird davon ausgegangen, dass bis zu 80 % der Regenwasserbecken, die zur Wasserversorgung von erdelos kultivierten Gewächshauskulturen dienen, mit FORL verseucht sind. Damit sind sie Ausgangspotential für eine Kontamination von Tomatenkulturen. Der Befallssgrad an der Tomate wird durch niedrige Temperaturen (< 25°C) und limitierte Lichtbedingungen begünstigt. In Mitteleuropa sind diese Bedingungen insbesondere während der Anzucht in den Wintermonaten gegeben. | |
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Untersuchugen zur Biologie und antifungalen Aktivität von Mortierelle alpinaKoch, Eckhard und Lähn, Kerstin, BBA, Institut für biologischen Pflanzenschutz, Darmstadt
Der Pilz Mortierella alpina gehört zur Gruppe der Zygomycetes. Obwohl diese Art in Böden sehr verbreitet ist, liegen nur spärliche Untersuchungen zu ihrer Biologie vor. Insbesondere ist über die antagonistischen Eigenschaften nur sehr wenig bekannt. In einer an drei Isolaten von M. alpina durchgeführten Untersuchung lag das Temperaturoptimum für das Myzelwachstum je nach Isolat zwischen 20 und 30 °C. Bei 37 °C wurde in keinem Fall Myzelwachstum beobachtet. Die Bildung vegetativer Sporen erfolgte nur auf nährstoffarmen Medien wie Erdextrakt-Agar oder SNA-Medium. Zygosporen wurden nicht gebildet, auch nicht bei Kultivierung der Isolate in Kombination.
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Fusarium oxysporum zur biologischen Bekämpfung von Nematoden: Überprüfung der Apathogenität der verwendeten Isolate mit vegetativer Kompatibilität (VCG)Niere, B.I.1, Sikora, R.A.2, Speijer, P.R.1 und Nirenberg, H.I.31 International Institute of Tropical Agriculture, Eastern andSouthern Africa Regional Center, Namulonge/Uganda 2 Institute for Phytopathology, Soil Ecosystem Pathology an Nematoolgy Section, University of Bonn/Germany 3 Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Virologie, Mikrobiologie und biologische Sicherheit, Berlin/Germany
Die Bedeutung apathogener Isolate von Fusarium oxysporum zur biologischen Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und -schädlingen ist seit einiger Zeit bekannt. Zur Zeit werden am International Institute of Tropical Agriculture und der Universität Bonn Isolate von F. oxysporum auf ihr Potential zur biologischen Nematodenkontrolle an Bananen untersucht. | |
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Untersuchungen zur biologischen Bekämpfung der durch Mycosophaerella pinodes verursachten Fußkrankheit der Erbse (Pisum sativum L.)R. Siede und H.-H. Hoppe, Institut für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz, Georg August Universität, Göttingen; email: rsiede@gwdg
Der Pathogen Mycosphaerella pinodes kann als bodenbürtiger Erreger Erbsen im Auflaufstadium massiv schädigen. Grundlagen zur biologischen Kontrolle auf der Basis einer Saatgutbakterisation wurden erarbeitet. Knapp 300 Bakterien wurden aus der Rhizosphäre isoliert, ohne auf bestimmte Fähigkeiten vorzuselektieren. Unter ihnen wurde vorrangig nach Nichthemmstoffbildnern gesucht, da Antibiotikabildner negative Effekte auf symbiontisch lebenden Rhizobien ausüben können. Getestet wurden die Isolate in einem ad planta Prescreening in Anlehnung an Kloepper (1991). In vitro wurde das Hemmverhalten aller Isolate gegenüber M. pinodes sowie deren Chitinase- und 1,3-ß-Glucanasebildung überprüft. Die Hemmstoffbildung, nicht aber die Enzymaktivität korrelierte signifikant mit den Ergebnissen des ad planta Primärscreenings. Die antagonistische Kompetenz der 31 besten Isolate wurde in einem Gefäßversuch im Gewächshaus getestet. Die Resultate des ad planta Screenings und der in vitro Überprüfungen stimmten partiell mit den Gefäßversuchen überein. Jedoch detektierte interessanterweise das ad planta Screening ein anderes Antagonistenspektrum als die in vitro Methoden. Wirkungsgrade bis zu 39% wurden erreicht. | |
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Endophytische Pilze zur biologischen Bekämpfung von Nematoden an BananenkulturenSikora, R. A.1, Niere, B. I.2 und Pocasangre, L.11 Institute for Phytopathology, Soil Ecosystem Pathology an Nematoolgy Section, University of Bonn/Germany 2 International Institute of Tropical Agriculture, Eastern andSouthern Africa Regional Center, Namulonge/Uganda
Nematoden sind bedeutende Schädlinge an Bananen und verursachen erhebliche Verluste in der kommerziellen und kleinbäuerlichen Bananenproduktion. Die bedeutendste Nematodenart an Bananen ist Radopholus similis. Diese Art ist weltweit verbreitet und ruft in allen Produktionsystemen Ertragsausfälle durch Schädigung des Wurzelsystems hervor. Symptome reichen von verlängerten Produktionszyklen bis zum Totalverlust durch Umfallen der ganzen Pflanze (toppling). Die Nematodenbekämpfung ist auf Grund der endoparasitären Lebensweise von Radopholus similis, der mehrjährigen Dauer des Bananenanbaus und der besonderen Produktionstruktur in oftmals kleinbäuerlichen Betrieben problematisch. Chemische Bekämpfungsmöglichkeiten sind aus ökologischer Sicht bedenklich und fast ausnahmslos unerschwinglich für Kleinbauern in Entwicklungsländern, die für lokale Märkte produzieren. Darüber hinaus werden einige bedeutende Nematizide in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen. Da resistente Sorten nur begrenzt verfügbar sind, gewinnt die Suche nach biologischen Bekämpfungsmöglichkeiten sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Gesichtspunkten an Bedeutung. Derzeit stellt gesundes und sauberes Pflanzgut die wichtigste Kontrollmöglichkeit dar. Sauberes Pflanzgut aus Gewebekultur besitzt aber anfänglich den Nachteil, daß es bei hohem Erregerdruck im Feld empfindlicher auf Krankheitserreger und Schädlinge reagiert als konventionelles Pflanzmaterial. | |
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Erste Ergebnisse zur Wirkung mikrobieller Nutzorganismen in Kombination mit der Elektronenbehandlung gegen samenbürtige Schaderreger an GetreideTigges, J.1, Lindner, K.2,1Agrargenossenschaft Ruppendorf eG, 2Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für integrierten Pflanzenschutz, Kleinmachnow
Als Alternative zur chemischen Beizung wurde die Elektronenbehandlung (e-Beizung) entwickelt. Das Verfahren beruht auf der Nutzung des bioziden Effektes niederenergetischer Elektronen. Die Energie dieser Elektronen ist so zu bemessen, dass bei hinreichender Wirkung gegen die auf und in der Samenschale lokalisierten Erreger der Embryo nicht geschädigt wird. Auf Grund des Wirkprinzips der Elektronenbehandlung werden im Embryo oder Endosperm lokalisierte Erreger wie Fusarium spp. und Ustilago nuda nicht erreicht. | |
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Bedeutung von Collembolen als Antagonisten getreidepathogener PilzeUlber, B. und G.A. Wolf, Institut für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz der Georg-August-Universität, Göttingen
Viele der in den Ackerböden lebenden Collembolenarten ernähren sich überwiegend mycophag und können so einen wesentlichen Einfluß auf das Überdauerungs- und Infektionspotential bodenbür-tiger Pilze, u.a. auch pflanzenpathogener Schadpilze, ausüben. In den vorgestellten Untersuchungen wurde ermittelt, in welchem Umfang die von den getreidepathogenen Pilzen Pseudocercosporella herpotrichoides und Fusarium culmorum an Strohresten gebildeten Konidien von den Collembolen abgefressen werden. Da die Primärinfektion der Pflanzen vielfach über Konidien erfolgt, könnte in dem Abweiden der Konidien ein für die Begrenzung des Inokulumpotentials wesentlicher Wirkungsmechanismus dieser Antagonisten liegen. | |
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Wirkmechanismen ausgewählter Antagonisten gegen Apfelschorf (Venturia inaequalis) unter spezieller Berücksichtigung der SpurenelementversorgungGunda Winkelmann, Matthias Fiss, Georg Auling, Institut für Mikrobiologie der Universität Hannover, Schneiderberg 50, D-30167 Hannover, Fax: 0511/762-5287, email: auling@mbox.ifmb.uni-hannover.deAngesichts einer vermehrten Beobachtung von Fungizidresistenzen wird die biologische Bekämpfung von Apfelschorf mit mikrobiellen Antagonisten zu einer wünschenswerten Alternative zur Entwicklung neuer Fungizide. Dafür wurden aus einer Kollektion von 250 epiphytischen Isolaten von einer seit 10 Jahren ohne Fungizideinsatz geführten Obstanlage des Alten Landes in Labortests 50 und in Gewächshausversuchen 15 Antagonisten selektiert. (1,2,3). Es sollte geprüft werden, inwieweit das für einzelne bodenbürtige Pilzerkrankungen postulierte Konzept der siderophorvermittelten Konkurrenz um das benötigte Spurenelement Eisen (4) auf die biologische Bekämpfung von Krankheiten in der Phyllosphäre übertragbar ist (5). Die hier gefundenen bakteriellen Antagonisten waren ohne Ausnahme zur Siderophorproduktion unter Eisenmangelbedingungen befähigt. Die Siderophore zweier Pseudomonas-Isolate wurden im 50 mg-Maßstab gewonnen und absorptionsspektroskopisch als Pyoverdin (400 nm) und Pyochelin (250 nm) charakterisiert. Im Gewächshausversuch führte die Applikation dieser beiden Siderophorfraktionen (5 ml, 10 µM pro Apfelsämling) nicht zu einer Suppression von Schorfsymptomen oder meßbarer Reduktion der Konidienproduktion von V. inaequalis. Dieses Ergebnis läßt sich wie folgt erklären: infektiöse Wildkonidien des Apfelschorferregers können, wie über Inductively Coupled Plasma - Atomemissionsspektroskopie (ICP-AES) gemessen, in erheblichem Maße Eisen speichern, die Keimung dieser Konidien wird in Gegenwart beider Siderophore, sogar bei einer Konz. von 100 µM, in vitro nicht eindeutig gehemmt und der Erreger selbst kann Siderophore in höheren Mengen produzieren. Andererseits deutet der klare Chromazurol-S-Nachweis einer Siderophorproduktion in der Waschlösung gesunder Apfelblätter in Abwesenheit von Phytosiderophoren bei Malus darauf hin, daß zumindest ein Teil der Epiflora unter Eisenmangel leidet. Da die siderophorvermittelte Konkurrenz im Falle von V. inaequalis nicht das allein wirksame Prinzip in der biologischen Bekämpfung sein kann, sind andere Wirkmechanismen für die biologische Bekämpfung von Apfelschorf zu evaluieren. Das Gesamtprojekt wurde zusammen mit Prof. J. Schönherr, Abt. Obstbau des Inst. für Gemüse- und Obstbau der Universität Hannover und Dr. A. Kollar, Biol. Bundesanstalt für Land- und Forst-wirtschaft, Inst. für Pflanzenschutz im Obstbau durchgeführt, und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück, unterstützt. Lit.: (1) Fiss, M., Kucheryava, N., Schönherr, J., Kollar, A., Arnold, G., Auling, G. 2000. Z. PflKrankh. PflSchutz 107 (1): 1-11. (2) Kucheryava, N., Fiss, M., Auling, G., Kroppenstedt, R. M. 1999. System. Appl. Microbiol. 22: 472-478. (3) M. Fiss. Diss., Univ. Hannover, in Vorb. (4) Lindow, S. E., Wilson, M. 1999: Manual of Industrial Microbiology and Biotechnology. pp. 642-650, ASM Press, Washington, D. C. (5) G. Winkelmann. 2000. Dipl., Univ. Hannover. | |
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Biologische Bekämpfung von Phoma lingam, dem Erreger der Wurzelhals- und Stengelfäule des Rapses, durch den Einsatz bakterieller AntagonistenZhao, Q., Schulz, D., Wolf, G.A.: Universität Göttingen, Institut für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz, Grisebachstr.6, D-37077 Göttingen
Durch die enorme Ausweitung der Winterrapsanbaufläche in der BRD konnten einige Krankheiten, unter anderem die durch Phoma lingam hervorgerufene Wurzelhals- und Stengelfäule des Rapses, zunehmend an Bedeutung gewinnen. | |
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Untersuchungen zur Wirksamkeit von antagonistischen Hefen gegenüber Botrytis cinerea an der ErdbeereJürgen Helbig, Humboldt-Universität zu Berlin, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Institut für Gartenbauwissenschaften, Fachgebiet Phytomedizin
Von verschiedenen Teilen der Erdbeerpflanze (Frucht, Blatt und Blüte) isolierte Hefen wurden in mehreren Tests hinsichtlich ihrer antagonistischen Wirkung auf B. cinerea geprüft. Der Einfluß auf die Konidienkeimung und das Keimschlauchwachstum von B. cinerea wurde in wässeriger Erdbeerfruchtsuspension (1 % Erdbeermus) nach 6 und 24stündiger Versuchslaufzeit gemessen. Das Isolat 24841 erwies sich in diesen Tests als sehr wirksam. Die Keimungsrate der Konidien war im Vergleich zur Kontrolle nach 6 Stunden um 57 % und nach 24 Stunden um 15 % reduziert. Noch deutlicher war das Keimschlauchwachstum gehemmt, nach 6 Stunden um 66 % und nach 24 Stunden um 43 %.
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Bdellovibrio bacteriovorus als Antagonist gramnegativer BakterienMonika Krüger, Aliye Edao, Tran Thi Hien und Tassilo Seidler, Institut für Bakteriologie und Mykologie, Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Leipzig
Bdellovibrio bacteriovorus (B.b.) gehört zu den räuberisch lebenden Mikroorganismen. Durch B.b. werden vor allem gramnegative Bakterien degradiert, die an zahlreichen Standorten in verschiedenen Lebensgemeinschaften zusammenleben. B.b. kommen sowohl im Boden, in Gewässern als auch im Magen-Darm-Trakt von Menschen und Tieren sowie deren Abprodukten vor. Sie sind am Stoffkreislauf der Natur und somit an der Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts beteiligt. | |
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