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Non-invasive determination of epiphytic living microorganisms in the plant phyllosphere Achim E. Gau, Institute of Botany, University of Hannover, 30419 Hannover, Germany
The phyllosphere of plants forms a habitat for numerous epiphytic microorganisms which form a biocoenosis with their host that probably helps to protect the plant against pathogen attacks. If this assumption holds true epiphytic microorganisms should have a great potential in biological control of plant diseases. Biological control of apple scab, caused by the fungus Venturia inaequalis, with epiphytic living antagonists (e.g. various Pseudomonas species) could avoid or reduce the intensive application of fungicides. Investigations on the migration and interaction of epiphytic living antagonists with both the host and the pathogen could be an approach for understanding the mechanism of biological control of plant diseases. Only few aspects are known about the survival of bacteria on the leaf surface. | |
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Biological control of apple scab by application of non - pathogenic microorganisms to the plant phyllosphere of Malus domestica Kürkcüoglu, Sophia 1; Piotrowski Markus 2; Gau Achim 1 1Institut für Botanik, Universität Hannover, Herrenhäuserstr. 2, 30419 Hannover, Germany; 2 Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie, Ruhr-Universität Bochum, D-44780 Bochum, Germany, Email: kuerkcueoglu@aol.com
The biological control of apple scab by application of antagonistic microorganisms to the plant phyllosphere is an alternative strategy to the frequent treatment of plants by fungicides. As known from the plant rhizosphere, where systemic accquired resistance can be induced by microorganisms, we assume a similar way of interaction in the phyllosphere of plants. Analyses of the protein composition of the apoplast by SDS-PAGE revealed dramatic changes after in-oculation by the non-pathogenic Pseudomonas fluorescens Bk3 to the phyllosphere of Malus domestica cv. Hosteiner Cox. Sequencing of the induced proteins by ESI-Q-TOF mass spectrometry and homology search identified these additional proteins as ß-1,3- glucanase, thaumatin-like protein, chitinase and hevein-like protein. In contrast, we found a non-specific lipid transfer protein declined drastically to non detectable level within five days. | |
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Selektion pilzlicher Antagonisten zur Bekämpfung von Rhizoctonia solani (Selection of fungal antagonists for control of Rhizoctonia solani) Grosch, R.1, Faltin, F.1, 2, Lottmann, J.2 und Berg, G.2; 1Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, Theodor-Echtermeyer-Weg 1, D-14979 Großbeeren, 2Universität Rostock, Mikrobiologie, Albert-Einstein-Str. 3, D-18051 Rostock, e.mail: grosch@igzev.de Der weltweit verbreitete bodenbürtige Erreger Rhizoctonia solani Kühn verursacht ökonomisch relevante Ertragsverluste sowohl an landwirtschaftlichen als auch an gartenbaulichen Kulturen. Die Bekämpfung des Erregers wird durch die saprophytischen Eigenschaften und die Persistenz der Dauerorgane erschwert. Biologische Bekämpfungsmaßnahmen können Teil einer Bekämpfungsstrategie gegen R. solani sein. Ziel der Arbeiten war daher, geeignete pilzliche Antagonisten zu selektieren, die in der Lage sind das Infektionspotential des Erregers im Boden durch Parasitierung der Dauerorgane oder des Myzels zu reduzieren. Aus der Stammsammlung der Universität Rostock wurden ca. 390 pilzliche Isolate auf der Basis verschiedener in vitro und ad planta Methoden speziell auf ihre Eignung als BCAs gegen R. solani geprüft. Auswahlkriterien waren hierbei: Mykoparasitismus in Dualkultur bei 20°C und 12°C, die Bildung lytischer Enzyme in vitro sowie der Einfluss auf die Sklerotienkeimung in vitro und in vivo. Im Ergebnis dieser Untersuchungen erwiesen sich 6 Isolate als effektiv gegen R. solani. Auf der Basis molekularer Fingerprints sind diese Isolate taxonomische der Gattung Trichoderma zuzuordnen. In Gefäßversuchen wurde die krankheitsunterdrückende Wirkung der pilzlichen BCAs an Salat und Kartoffeln unter kontrollierten Bedingungen geprüft. Drei Isolate der Spezies Trichoderma viride und T. longibrachiatum zeigten eine wiederholte Wirksamkeit gegen R. solani an beiden Kulturen. Die Effektivität dieser Isolate ist weiterhin in Feldversuchen zu prüfen. | |
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Das antagonistische Potenzial Zuckerrüben-assoziierter Mikroorganismen Christin Zachow1, Ralf Tilcher2 und Gabriele Berg1; 1Universität Rostock, Mikrobiologie, Albert-Einstein Straße 3, 18051 Rostock; 2KWS SAAT AG, Grimsehlstraße 31, 37555 Einbeck Um Zuckerrüben-assoziierte Mirkroorganismen sowie ihr antagonistisches Potenzial zu analysieren wurden Mikroorganismen aus den ektophytischen Mikrohabitaten Phyllosphäre und Rhizosphäre sowie aus den endophytischen Mikrohabitaten Endorhiza und Endosphäre (Rübenkörper und Blätter) zu verschiedenen Zeiten innerhalb der Vegetationsperiode an verschiedenen Standorten in Europa untersucht. Zuckerrüben sind im Inneren und Äußeren mit einer Vielzahl von Bakterien und Pilzen besiedelt. Die Besiedlung mit Bakterien ist generell höher als mit Pilzen. Als durchschnittliche Abundanzen wurden für Bakterien: 2,6 1011 CFU kg-1 Zuckerrübe und für Pilze: 1,2 108 CFU kg-1 Zuckerrübe berechnet. Die Abundanzen wurden durch den Standort, die Sorte, die Mikrohabitate, die Pflanzenentwicklung sowie verschiedene Behandlungen (chemisch, biologisch, ohne) beeinflusst. Die Unterschiede waren für Bakterien generell stärker ausgeprägt. Durch die kultivierungsunabhängige Analyse, die mittels Single-Strand-Conformation-Polymorphism (SSCP) der 16/18S rDNA Fragmente durchgeführt wurde, konnte der Einfluss der o. g. Parameter bestätigt werden. Zuckerrüben-assoziierte Mikroorganismengemeinschaften beherbergen eine Vielzahl von antagonistischen Bakterien und Pilzen. Dies wurde in vitro, im Dualkulturtest gegen die Pilzpathogene Aphanomyces cochlioides, Phoma betae, Pythium ultimum und Rhizoctonia solani getestet. Im Vergleich zu anderen Pflanzen besitzt die Zuckerrübe ein hohes indigenes antagonistisches Potenzial, welches ebenfalls durch die o. g. Parameter beeinflusst wurde. Interessanterweise ist die Mehrzahl der bakteriellen Antagonisten gegen P. ultimum aktiv, während die pilzlichen Antagonisten hauptsächlich gegen R. solani wirksam waren. Die aktivsten Bakterien und Pilzantagonisten gegen jedes Pathogen wurden mittels ARDRA gruppiert und über die Sequenzierung der 16S rDNA identifiziert. Dabei zeigte sich, dass 78 % der Antagonisten der Gattung Pseudomonas sp. zugeordnet werden konnten. Gleichzeitig wurden auch Zuckerrüben-spezifische Antagonisten gefunden, die zu den Gattungen Microbacterium, Lysobacter, Subtercola und Variovorax gehören. | |
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Bewertung von Biological Control Agents Katja Scherwinski1, Arite Wolf1, Rita Grosch2, Kornelia Smalla3 und Gabriele Berg1; 1 Universität Rostock, Mikrobiologie, Albert-Einstein-Str. 3, 18051 Rostock; 2 Institut für Gemüse und Zierpflanzenbau, Theodor-Echtermeyer-Weg 1, 14979 Großbeeren; 3 Biologische Bundesanstalt Braunschweig, Institut für Pflanzenvirologie, Mikrobiologie und biologische Sicherheit, Messeweg 11-12, 38104 Braunschweig Der Einsatz von natürlichen, mikrobiellen Antagonisten bietet eine umweltfreundliche Alternative zur Bekämpfung bodenbürtiger Phytopathogene wie z. B. Verticillium dahliae Kleb. oder Rhizoctonia solani Kühn. Anhand von in vitro und ad planta Tests mit einer Vielzahl pflanzen-assoziierter Mikroorganismen konnten bakterielle und pilzliche Isolate mit antagonistischer Aktivität gegen diese beiden pathogenen Pilze selektiert werden. Im Rahmen einer Risikofolgeabschätzung wurden die selektierten bakteriellen (Serratia plymuthica HRO-C48, Streptomyces rimosus HRO-71, Serratia plymuthica 3Re4-18, Pseudomonas trivialis 3Re2-7 und Pseudomonas fluorescens L13-6-12) und pilzlichen (Trichoderma longibrachiatum G1/8 und Trichoderma viride G3/2) Antagonisten in Freilandversuchen an die Verticillium-Wirtspflanze Erdbeere (Fragaria x ananassa) bzw. die Rhizoctonia-Wirtspflanzen Kartoffel (Solanum tuberosum) und Salat (Lactuca sativa) appliziert. Für die molekularbiologische Beurteilung des Einflusses der applizierten Antagonisten auf die autochthone Mikroflora wurden Single Strand Conformation Polymorphism (SSCP)- Analysen der 16S rRNA Gene für die bakteriellen Gemeinschaften bzw. der ITS Regionen für die pilzlichen Gemeinschaften durchgeführt. Anhand dieser Methode konnten molekulare Fingerprints erstellt werden, welche die dominierenden Vertreter der Gemeinschaften reprä-sentieren. Die bisher erzielten Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Standort, die Bodenqualität, die Pflanzenart und das Vegetationsstadium einen größeren Einfluss auf die Zusammensetzung der Mikroorganismengemeinschaften haben, als die applizierten Nutz-organismen. Diese verursachte nur geringe, kurzzeitige Effekte. Von einem ökologischen Risiko für die autochthone Mikroflora durch die Applikation von Nutzorganismen muss aufgrund fehlender nachhaltiger Beeinflussung nicht ausgegangen werden. | |
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Wirkung und Etablierung von Serratia plymuthica C48 in den Pathosystemen V. dahliae - Brassica napus und V. dahliae - Olea europea Müller, H.1, Meincke, R.1, Mercado-Blanco, J.2, Jimenez-Díaz, R.2, Chernin, L.3 und Berg, G.1 1 Institute of Biosciences - Microbiology, University of Rostock, Deutschland; 2 Instituto Agricultura Sostenible, CSIC, Córdoba, Spanien; 3 The Hebrew University of Jerusalem, Rehovot, Israel
Der Winterraps sowie der Ölbaum gehören zu den ökonomisch bedeutendsten Kulturpflanzen, deren Anbau mit weltweit zunehmenden Ertragsausfällen durch das bodenbürtige Phytopathogen Verticillium dahliae einhergeht. Frühere Arbeiten zeigten, dass die Applikation von S. plymuthica C48 an Erdbeerpflanzen eine Reduktion des Verticillium-Befalls sowie eine Ertragssteigerung bewirkt (Kurze et al. 2001). Inhalt dieses Beitrages ist die Entwicklung einer Strategie, die auf den Schutz von Rapspflanzen und Ölbäumen gegenüber V. dahliae durch die Nutzung des Potentials von S. plymuthica abzielt. C48 wurde mittels einer Saatgutbehandlung an die Rapssamen bzw. mittels Tauchbad an die Wurzeln drei Monate alter Ölbäume appliziert. Als eine wichtige Vorraussetzung für eine effiziente Kontrollaktivität gilt die Fähigkeit eines BCAs entweder den wurzelnahen Bereich (Rhizosphäre) und/oder das Innere der Wurzel (Endorhiza) zu besiedeln. Zum Nachweis dieser Befähigung wurden Rifampicin-resistente Spontanmutanten von C48 in einem parallelen Versuch eingesetzt und zu verschiedenen Zeitpunkten aus den genannten Habitaten re-isoliert. S. plymuthica war in der Rhizosphäre beider Pflanzen abundant, wobei sich die Zelldichte mit der Dauer des Versuches sukkzessiv verringerte. Außerdem konnte eine relativ stabile Besiedlung von S. plymuthica von log10 4,0 CFU je Gramm Wurzelfrischmasse in der Endorhiza des Ölbaumes nachgewiesen werden.
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Fermentation und Formulierung von bakteriellen Antagonisten der Gattung Pseudomonas Patel, A.1, Bilgeshausen, U.2, Beitzen-Heinecke, W.2, Vorlop, K.-D.1; 1Institut für Technologie und Biosystemtechnik, FAL, Braunschweig, 2BIOCARE-Gesellschaft für biologische Schutzmittel mbH, Einbeck
Die technische Formulierung von Pseudomonaden - eine Bakteriengattung, die eine Reihe von hochwirksamen Antagonisten phytopathogener Pilze stellt - stößt bisher auf grundlegende Probleme. Insbesondere bei der Einarbeitung dieser Pseudomonaden in Zuckerrübenpillen wird ein erheblicher Anteil der hochempfindlichen vegetativen Zellen durch die kommerziellen Pillier- und Trocknungsbedingungen abgetötet. Der diesen Arbeiten zugrunde liegende neue Ansatz ist die Verkapselung von Pseudomonaden mit der Strahlschneidertechnologie in Kapseln <1000 µm. Nach einer Trocknung soll die Pulverformulierung in Zuckerrübenpillen eingearbeitet werden. Alternativ dazu können die Kapseln als „pellets“ ausgebracht werden. Hier zeigen wir Ergebnisse zum Anwachsen von Zellen in hoch rückquellenden Kapselsystemen, Lagerschnelltest für eine ausgewählte Kapselformulierung und Scale-up. | |
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Fomulierung von Bakterien für den biologischen Pflanzenschutz Peters, A., e~nema GmbH, D-24223 Raisdorf Die Wirkung bakterieller Pflanzenschutzprodukte setzt in der Regel vermehrungsfähige Einheiten im Produkt voraus. Die Formulierung dient dabei dem Erhalt der Keimfähigkeit. Gram-negative Bakterien sind in dieser Hinsicht weniger problematisch, da sie Sporen bilden, die gegenüber Hitze und Trockenheit weitgehend resistent sind. Sie können durch herkömmliche Verfahren wie Sprühtrocknung oder Agglomeration als hoch-konzentriertes Pulver formuliert werden. Gram-negative Bakterien bilden keine Sporen und müssen als vegetative Zellen in der Formulierung überdauern. Die Einbettung der Zellen in eine Biolpolymermatrix ist für das Bakterium Serratia entomophila patentiert worden. Für S. plymuthica, ein Bakterium, welches die Resistenz von Erdbeerpflanzen gegen Verticillium dahliae erhöht, wurde dieses Verfahren mit verschiedenen Polymeren untersucht. Das Polymer-Bakteriengemisch wurde dann mit verschiedenen Bindern zu Granulaten von 1 bis 5 mm Durchmesser mit trockener Oberfläche abgebunden oder als ca. 0.5 mm dicke Schicht auf Rapskörner aufgetragen. Als Polymere wurden Xanthan und 2 weitere Polymere verwendet, die aufgrund von Vertraulichkeitsvereinbarungen nicht genannt werden dürfen. Als Binder wurden Diatomeenerde (Celite FC), Vermiculit-Pulver und Talkum verwendet. Die Formulierungen wurden bei 5 °C gelagert und die Anzahl der kultivierbaren Keime in unregelmäßigen Abständen ermittelt. Zur Kontrolle wurden die Bakterien in der Ursprungssuspension gelagert. In dieser Suspension waren nach 32 Tagen noch 56 % der Bakterien, die zu Beginn des Versuches ermittelt wurden, keimfähig, nach 62 Tagen noch 0.29 %. Auf den Rapskörnern war der Anteil keimfähiger Sporen schon 4 Tage nach Formulierung auf unter 3 % abgesunken, sowohl ohne Polymer, als auch bei Verwendung von Xanthan und Polymer 1 und bei Verwendung eines Gemisches von Talkum und Tixosil (SiO2) als Binder. Wesentlich besser war die Überlebensrate in den Granulaten. Die ermittelten Wiederfindungsraten schwankten stark, aber lagen alle über 50 % bis zum 62. Tag. Selbst nach 438 Tagen konnten noch 26 % lebende Keime in der Formulierung mit Polymer 2 und Celite FC nachgewiesen werden. Die Formulierung mit Xanthan und Celite FC lag nach 438 Tagen bei 7 %, während in der Formulierung mit Polymer 1 weniger als 0.1% wiedergefunden wurden. Die Verwendung anderer Binder brachte keine Verbesserung. Bei 25 °C betrug die Wiederfindungsrate in der Formulierung mit Polymer 1 und Celite FC nach 18 Tagen noch 80 %, sank dann aber auf <0.01 % am 49. Tag. Trotz dieser ermutigenden Ergebnisse werden die Bakterien wegen der Zulassungsanforderungen (eventuelle Exposition der Atemorgane durch Stäube) zunächst als flüssiges Präparat mit begrenzter Haltbarkeit verkauft werden, sobald die Listung als Pflanzenstärkungsmittel erfolgt. | |
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Wirkung von Hirsutella rhossiliensis auf pflanzenparasitäre Nematoden, Nichtzielorganismen und Nebenwirkungen von Pflanzenschutzmitteln Slaats, B.1, Patel, A.2, Beitzen-Heinecke, W. 3, Müller, J. 1, und J. Hallmann1; 1Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA); Toppheideweg 88, 48161 Münster, 2Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Technologie und Biosystemtechnik, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig, 3BIOCARE GmbH, Dorfstr. 4, 37574 Einbeck Der nematophage Pilz Hirsutella rhossiliensis parasitiert zahlreiche pflanzenparasitäre Nematoden und ist somit ein hervorragender Kandidat für ein biologisches Bekämpfungsverfahren. Wirkungshöhe und Wirkungssicherheit sind jedoch weiter zu optimieren. Inwieweit dies durch eine entsprechende Formulierung (Verkapselung) möglich ist, wurde in dem vorliegenden Forschungsvorhaben untersucht. Als Kapselmaterial wurde ein Guargumderivat basierend auf nachwachsende Rohstoffe gewählt. Die Wirksamkeit der Formulierung wurde in den Pathosystemen Zuckerrübe/Heterodera schachtii und Tomate/Meloidogyne incognita untersucht. Bei H. schachtii an Zuckerrüben führte die Applikation von trockenen Guargum MF + PA Pilzkapseln mit 1 % und 10 % Pilzgehalt zu einer Reduzierung der Anzahl Eier und Larven um mehr als 68 % im Vergleich zur inokulierten, unbehandelten Kontrolle. An Tomate/M. incognita wurde die Effektivität feuchter MF + PA Pilzkapseln mit 5 % Pilz in zwei Kapselgrößen (Größe: 2,4 - 4 mm und 4,5 - 6 mm) untersucht. Die Pilzkapseln wurde vierzehn Tage vor dem Auspflanzen der Tomaten bzw. der Inokulation mit M. incognita in die Erde eingemischt. Nach einer weiteren Woche wurde die Anzahl eingedrungener Larven ermittelt. Insgesamt wurde nur eine geringe Reduzierung von M. incognita beobachtet. Desweiteren wurde die Wirkung von H. rhossiliensis auf die Nichtzielorganismen Steinernema feltiae und Heterorhabditis bacteriophora untersucht. Die Parasitierung von S. feltiae war insgesamt sehr gering. Für parasitierte Larven lag die Mortalitätsrate allerdings bei 90 % innerhalb von vier Tagen. Vergleichbares galt für H. bacteriophora, jedoch war die Mortalitätsrate insgesamt geringer (< 5 % für Larven mit 1-10 anhaftenden Konidien, < 70 % für Larven mit 10-20 anhaftenden Konidien). Pflanzenschutzmittel hatten eine recht unterschiedliche Wirkung auf H. rhossiliensis. Das Insektizid Pirimor G WG und das Herbizid Goltix WG hatten keinen Einfluss auf H. rhossiliensis. Das Herbizid Betanal Progress bewirkte bei normaler Aufwandmenge eine Unterdrückung des Pilzes, nicht jedoch bei reduzierter Aufwandmenge. Erwartungsgemäß hemmte das Fungizid Euparen M WG das Wachstum von H. rhossiliensis. Insgesamt handelt es sich bei H. rhossiliensis um einen viel versprechenden Antagonisten, der sich gut in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren lässt. | |
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EU-Projekt “Seed treatments for organic vegetable production” Eckhard Koch und Annegret Schmitt; BBA, Institut für biologischen Pflanzenschutz, Heinrichstr. 243, D-64287 Darmstadt
Das EU-Projekt "Seed Treatments for Organic Vegetable Production" (QLRT-2001-02239; STOVE) läuft seit März 2003. Ziel des Projektes ist es, die dem Organischen Gemüsebau gegenwärtig zur Verfügung stehenden Verfahren der Saatgutsanierung zu vergleichen, zu verbessern und neue Verfahren zu entwickeln. Das Projekt wird von der BBA koordiniert. Neben dem Institut für biologischen Pflanzenschutz und dem Institut für integrierten Pflanzenschutz (Kleinmachnow) sind Partner aus Schweden, Italien, Großbritannien und den Niederlanden beteiligt. (Weitere Informationen unter http://www.stove-project.net/) | |
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Krankheitssuppressivität und Mikroflora von Ölleinstrohkompost Wohanka,W., Bodenburg,S. und Molitor,H.-D., Forschungsanstalt Geisenheim, Von-Lade-Strasse 1, D-65366 Geisenheim, Wohanka@fa-gm.de
Im Rahmen eines vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (Ref. Nachwachsende Rohstoffe, Agrarforschung) initiierten Projektes "Konfektionierte Substratsysteme auf Basis nachwachsender Rohstoffe" sollte geprüft werden, ob Ölleinstrohkompost im Vergleich zu einem Torfkultursubstrat (TKS1) über krankheitssuppressive Eigenschaften gegenüber Pythium ultimum oder Rhizoctonia solani verfügt. | |
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Vom Labor ins Feld: Wirksamkeit kupferfreier Alternativen zur Bekämpfung der Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel B. Dorn, T. Musa, H. Krebs und H.R. Forrer; Agroscope FAL Reckenholz, Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau, CH-8046 Zürich, www.reckenholz.ch Die Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans) ist die wichtigste Krankheit der Kartoffel und kann grosse Ernteverluste verursachen. Im biologischen Anbau ist eine wirksame direkte Bekämpfung nur mit Kupferfungiziden möglich. Deren Einsatz sollte aus ökotoxikologischen Gründen eingeschränkt werden und Kupferprodukte sollten durch kupferfreie Alternativen ersetzt werden. Im Rahmen eines EU-Projektes wurden 63 kupferfreie und 4 kupferhaltige kommerzielle und experimentelle Präparate, welche auf Naturstoffen, Pflanzenextrakten und Mikroorganismen basieren, auf ihre Wirksamkeit in Labor-, Gewächshaus und Feldversuchen getestet. Im Labor verhinderten 22 Präparate die Sporangienkeimung und 35 Präparate hemmten das Myzelwachstum von P. infestans vollständig. Im Gewächshaus zeigten neun Präparate eine hohe Wirksamkeit (>90%) auf den Krautbefall von Tomaten. Mit Sporangienkeimtests im Labor und mit Wirkungsprüfungsversuchen auf Tomaten im Gewächshaus konnte gezeigt werden, dass alle kupferfreien Präparate nur eine geringe Regenbeständigkeit bzw. Persistenz aufweisen. Die vielversprechendsten Präparate wurden im Freiland in Mikroparzellenversuchen geprüft. Um die gesamte Blattmasse der Pflanzen möglichst gut zu schützen, wurden die Kartoffeln zweimal wöchentlich bis zur Tropfnässe besprüht. Zur Beurteilung der Wirksamkeit der Präparate wurde der Krautfäulebefall zweimal pro Woche bonitiert. Die Wirksamkeit der vier Kupferpräparate erreichte 60-100%. Die Wirkung von drei unterschiedliche formulierten Tonmineralienprodukte (z.B. Mycosin) und einer organischen Säure lag bei 40%, während jene des Standardverfahrens mit Kupfer (Kocide DF) beinahe 100% erreichte. Präparate basierend auf Mikroorganismen oder Pflanzen waren signifikant wirksamer als die unbehandelte Kontrolle. Trotz intensiver Behandlung erreichte deren Wirksamkeit jedoch weniger als 15%. In drei Kleinparzellenversuchen wurden die Präparate mit praxisüblicher Anwendung geprüft, wobei Blattbefall und Knollenertrag erfasst wurden. Die Kupferpräparate Kocide DF (400 g Cu/ha und 200 g Cu/ha), Cueva (210 g Cu/ha) und Peptiram 5 (150 g Cu/ha) wurden wöchentlich oder gemäss dem von uns entwickelten Warn- und Prognosesystem BioPhytoPRE (www.phytopre.ch) appliziert. Mit Behandlungen gemäss Prognose zeigten die drei Kupferpräparate eine verbesserte Krautfäulewirkung und einen höheren Knollenertrag als bei routinemässiger Anwendung. Die Wirkung war direkt von der Reinkupfermenge abhängig und betrug zwischen 50% für niedrige und 77% für höhere Kupferdosierungen, und der Ertragszuwachs lag bei 7% bzw. 28%. Die drei Tonmineralienprodukte erreichten die Wirksamkeit des Standardverfahrens mit Kupfer nicht, sie betrug weniger als 10%. Sowohl bei routinemässigem wie auch beim Einsatz gemäss BioPhytoPRE war die Wirkung geringer als 10% und hatte keinen Einfluss auf den Ertrag. Keines der Mikroorganismen- oder Pflanzenpräparate reduzierte im Feldversuch den Krautbefall genügend. Die teilweise hohen Wirkungen der kupferfreien Präparate in Labor- und Gewächshausversuchen konnte bei praxisähnlicher Anwendung im Feld nicht reproduziert werden. Als Beitrag zur Sicherung des Biokartoffelanbaus und zur Minderung des Kupfereintrages in die Umwelt schlagen wir als Übergangslösung einen prognosegestützten Einsatz von Kupferfungiziden mit reduzierten Aufwandmengen vor. | |
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Wirksamkeit von Heilpflanzen gegen die Krautfäule der Kartoffel H. Krebs, B. Dorn, T. Hu 1) und H.R. Forrer ; Agroscope FAL Reckenholz, Eidgenössische Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau, Reckenholzstrasse 191, CH-8046 Zürich, www.reckenholz.ch; 1) College of Plant Protection, Agricultural University of Hebei, Baoding 071001, P.R. China
Die Kraut- und Knollenfäule, verursacht durch den Erreger Phytophthora infestans, ist die wichtigste Krankheit der Kartoffel. Im biologischen Anbau ist eine wirksame Bekämpfung des Schaderregers nur mit Kupferfungiziden möglich. Für einen ökologischen Ersatz des Schwermetalls testen wir die Wirkung verschiedener Heilpflanzen und prüfen und entwickeln Formulierungen von Extrakten und wässrigen Suspensionen. | |
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Allicin - eine Substanz aus Knoblauch mit antimikrobieller Wirkung und ihr möglicher Einsatz bei der Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten D. Portz, A. J. Slusarenko; RWTH Aachen, Institut für Pflanzenphysiologie (Biologie III), Worringer Weg 1, 52074 Aachen
Die flüchtige, den typischen Knoblauchgeruch verursachende Substanz Allicin entsteht, wenn das Enzym Alliinase (E.C.4.4.1.4) [1] mit seinem Substrat Alliin durch Verletzung des Pflanzengewebes zusammenkommt. Hierbei werden zwei Moleküle Alliin zu zwei Molekülen 2-Propensulfensäure umgesetzt, die spontan zu Allicin reagieren. ![]() Es wird angenommen, dass Allicin mit freien SH-Gruppen einiger Enzyme interagiert und auf diese Weise deren Aktivität beeinflusst, worauf seine antimikrobielle Wirkung zurückzuführen sein könnte [2,3]. In eigenen in vitro-Versuchen konnte eine gute Wirksamkeit von frischem Knoblauchextrakt gegen verschiedene pflanzenpathogene Organismen, darunter sowohl Bakterien als auch Pilze und Oomyceten, nachgewiesen werden [4]. Aufbauend auf diesen Ergebnissen soll durch Versuche mit dem Pathosystem Tomate/Phytophthora infestans eine mögliche Behandlungsregie zur Bekämpfung der Braunfäule an Tomate bzw. der Kraut- und Knollenfäule an Kartoffel entwickelt werden. Des Weiteren wurde die cDNA der Alliinase aus Knoblauch (Allium sativum) mittels RT-PCR amplifiziert und zur Herstellung verschiedener Konstrukte für die Transformation von Tomaten- und Arabidopsis-Pflanzen verwendet. Die Sequenz weist ein mögliches N-terminales Signalpeptid auf, dessen Funktion mit Hilfe der Transformanten aufgeklärt werden soll. Darüber hinaus sollen die transgenen Pflanzen eingesetzt werden, um zu überprüfen, ob es möglich ist verschiedene Wirtspflanzen durch eine transgene Expression der Alliinase und Behandlung mit dem geruchlosen Alliin vor einer Infektion mit Phytophthora infestans zu schützen.
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Saatgutbehandlung mit pflanzlichen Extrakten - Forschungsansätze Förster, K., Kuhn, K., Diepenbrock, W.; Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Acker- und Pflanzenbau, L.-Wucherer-Str. 2, D-06108 Halle (S.), e-mail:Karin.foerster@landw.uni-halle.de Die Saatgutbehandlung ist im ökologischen Landbau die wichtigste phytosanitäre Maßnahme. In Ergänzung zu physikalischen Verfahren, die mit einem hohen apparativen Aufwand verbunden sind, ist die Saatgutbehandlung mit Mitteln auf der Basis von Pflanzenextrakten eine günstige Alternative. Untersucht wird die Wirkung von schonend hergestellten Pflanzenextrakten und fermentierten Brühen auf die Entwicklung von samenübertragbaren Pilzen des Getreides im Extraktagartest und an natürlich oder künstlich infiziertem Saatgut sowie die Wirkung der Extrakte auf die Keimpflanzenentwicklung. Als Testorganismen dienen Fusarium culmorum (W. G. Smith) Sacc., Microdochium nivale (Fries) Samuel et Hallet, Stagonospora nodorum (Berk.) Castellani & E. G. Germano und Tilletia caries (DC.) Tulasne. Für die Extraktgewinnung sind Arten aus den Familien der Brassicaceae und der Caprifoliaceae von besonderem Interesse. Fermentierte Brühen des Färberwaids (Isatis tinctoria L.) haben in zahlreichen in vitro Versuchen und auch am natürlich oder künstlich infizierten Saatgut des Winterweizens hohe Wirkungsgrade gegen die vier geprüften Pilze gezeigt. Sie sind darüber hinaus gut pflanzenverträglich. Einen hohen Wirkungsgrad zeigen auch einige der 21 bisher geprüften Sambucus nigra-Extrakte. In weiteren Untersuchungen soll der Einfluss der Anbaubedingungen auf den Wirkstoffgehalt der Akzessionen und Sorten geprüft werden. | |
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Molekularbiologischer Nachweis und Quantifizierung von phytopathogenen Mikroorganismen Hagn, A.1, Lebuhn, M.2, Schreiner, K. 1, Haesler, F.1, Fleischmann, F.4, Bauer, A.3, Seigner, E.3 und Schloter, M.1 1GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Institut für Bodenökologie, Ingolstädter Landstraße 1, 85758 Neuherberg, 2.Lehrstuhl und Versuchsanstalt für Wassergüte und Abfallwirtschaft, TU München, Am Coulombwall, 85748 Garching, 3Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenschutz, Lange Point 10, 85354 Freising, 4Dept. Ökologie, WZW TU München, Am Hochanger 13, 85350 Freising/Weihenstephan Phytopathogene Mikroorganismen sorgen jedes Jahr in Land- und Forstwirtschaft für großflächigen Schaden und erhebliche Ertragseinbußen. Speziell pilzliche Pathogene spielen in Ackerbau und Forsten eine wichtige Rolle. Herkömmliche Nachweismethoden beruhen auch heute häufig noch auf visueller Befallsbonitierung und Kultivierung der Schadorganismen. Eine kultivierungsunabhängige Methode, die seit Ende des letzten Jahrhunderts (zusätzlich) zur Verfügung steht, ist der molekularbiologische Nachweis mittels Polymerasekettenreaktion (PCR). Dieser ermöglicht zunächst lediglich eine qualitative Aussage über An- bzw. Abwesenheit eines Pathogen. Wichtig für die Bekämpfung von Phytopathogenen und den Einsatz antagonistischer Organismen ist es aber zu wissen, wie ausgeprägt ein Befall mit einem oder mehreren Krankheitserreger(n) ist. Neueste Weiterentwicklungen der PCR und deren Adaptation an komplexe Umweltproben erlauben nun außerdem Aussagen über die Anzahl ursprünglich vorhandener, untersuchter Genkopien in befallenen Pflanzen- und Bodenproben. Je nach Auswahl der zu untersuchenden Gene können so Nachweise mit unterschiedlichen phylogenetischen Auflösungen durchgeführt werden (z.B. Gattungs-, Art-, Subspezies-, Varietäten spezifisch). Ebenso kann mittels qPCR eine quantitative Analyse von Mykotoxin-Genen oder pathogenitätsbezogenen Genen auf diese Art erfolgen und somit eine Aussage über Toxinbelastung von z.B. Getreiden oder die Wahrscheinlichkeit und Ausmaß von Pathogenbefall ermöglichen. Neben allgemeinen Prinzipien der quantitativen PCR werden v.a. Nachweismöglichkeiten für die Getreidepathogene Gaeumannomyces graminis (verschiedene Varietäten) und Fusarium spp. und Trichothecene vorgestellt. | |
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Bodenbürtige und biokontrollaktive Trichoderma Arten unter dem Einfluss landwirtschaftlicher Bewirtschaftungssysteme Hagn, A., Pritsch, K., Schloter, M., und J. C. Munch, GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Institut für Bodenökologie, Ingolstädter Landstraße 1, 85758 Neuherberg Nähreres über endogene, potentiell biokontrollaktive Pilze zu erfahren und die Möglichkeit durch Bewirtschaftungsmaßnahmen diese gegebenenfalls positiv zu stimulieren und so Schadorganismen zu bekämpfen und einem Pathogenbefall entgegenzuwirken, ist ein wichtiges Feld der Biokontrollforschung. Vor allem von Vertretern der Gattung Trichoderma ist bekannt, dass diese biokontrollaktiv gegen ein breites Spektrum von Phytopathogenen wirken können und sind daher für die biologische Bekämpfung von phytopathogenen Mikroorganismen von besonderem Interesse. Bei Untersuchungen eines Ackerstandortes (parallele Bewirtschaftung sowohl mit konventioneller als auch standtortangepasster N-Düngung) des Versuchsgut Scheyern in Bayern konnte während einer Vegetationsperiode mit Winterweizen als Feldfrucht neben der Gattung Fusarium Trichoderma als dominierende Gattung identifiziert werden. Es fanden sich im wesentlichen T. viride und T. atroviride, aber auch Vertreter von T. hamatum, T. pilulifera und T. velutinum verwandte Kulturen. Besonders für T. viride und cf. velutinum zeigte sich ein jahreszeitlicher und standortgeprägter Einfluß, wobei erstere v.a. im September von konventionell bewirtschafteten Standorten isoliert wurden. In dualen Plattentests wurde das Potential der endogenen Isolate gegen Fusarium graminearum, Fusarium oxysporum und z.T. auch gegen Gaeumannomyces graminis var. tritici (Ggt) überprüft. Während eine Konfrontation von Ggt mit Trichoderma spp. zu keiner Wachstumshemmung führte, entwickelten die Isolate (mit wenigen Ausnahmen) die Fähigkeit, das Wachstum von F. graminearum zu hemmen bzw. vollständig zu stoppen. Während der Tests zeigte sich außerdem, dass eine Konfrontation mit Trichoderma spp. zu einer leichten Hemmung des Pathogen und interessanterweise zu einer Inaktivierung der von F. oxysporum gebildeten Laccase führte. | |
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Health of organic cereal seed and alternative control of seed-borne diseases Susanne Vogelgsang, Irene Bänziger & Hans-Rudolf Forrer; Agroscope FAL Reckenholz - Swiss Federal Research Station for Agroecology and Agriculture, 8046 Zurich, Switzerland, email: Susanne.Vogelgsang@fal.admin.ch
Organic cereal seed production in Switzerland is expanding (currently at approximately 3% of the entire production area). Very few seed treatment methods are available for organic agriculture; hence, the utilisation of healthy seeds is of crucial importance. In response to increasing demand from the farming community, Agroscope FAL Reckenholz implemented in 1995 seed health tests for organic cereal seeds to examine the occurrence of seed-borne diseases, namely snow mould (Microdochium nivale), damping-off caused by Septoria nodorum as well as common and dwarf bunt (Tilletia caries / T. controversa). If the disease incidence exceeds the given threshold values (M. nivale 10%, S. nodorum 40%, Tilletia spp. 10 spores/seed), the utilisation of seed without a seed treatment is not recommended. Between 1995 and 2004, an average of 76% of the samples were declared “healthy”. However, the ratio of healthy samples varied throughout the years between 50% and 87%. Microdochium nivale proved to be the most important seed-borne disease in Switzerland. Septoria nodorum was detected at variable levels during the years. Overall infestation level by Tilletia species was low, but increased during the last years. From these results, we can conclude that the production of healthy cereal seed for use in organic agriculture in Switzerland is generally feasible. However, depending on the climatic factors in a given year, the severity of infestation by seed-borne pathogens (in particular by M. nivale) varies greatly. Hence, in order to identify good quality seed lots, it is essential to perform a seed health test. | |
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Diversität und antagonistisches Potenzial assoziierter Bakterien an Moosen nährstoffarmer Habitate der Ostseeküste Katja Opelt, Katja John und Gabriele Berg; Mikrobiologie, Universität Rostock, Albert-Einstein-Str. 3, 18051 Rostock, Email: gabriele.berg@uni-rostock.de
Das Ziel der Untersuchungen bestand in der Analyse Moos-assoziierter Bakterien hinsichtlich ihrer Diversität und ihres antagonistischen und biotechnologischen Potenzials. Die untersuchten Moose Tortula ruralis, Aulacomnium palustre und Sphagnum rubellum stellen typische Moosarten von Pflanzengemeinschaften dreier nährstoffarmer Habitate der Ostseeküste dar. Mittels SSCP-Analyse (Single Strand Conformation Polymorphism) der 16S rDNA konnte eine hohe Moos-Spezifität der assoziierten Bakteriengemeinschaften gezeigt werden. Diese Moos-Spezifität der assoziierten Bakterien konnte auch bezüglich der Abundanzen, des Anteils an Antagonisten, der antagonistischen Aktivität und der Diversität der antagonistisch wirksamen Isolate ermittelt werden. Der höchste Anteil antagonistisch aktiver Isolate gegen den phytopathogenen Pilz V. dahliae wurde für Sphagnum rubellum (31 %) ermittelt, gefolgt von Aulacomnium palustre (17 %) und Tortula ruralis (5 %). Mittels in vitro Biotest konnte für 10 % der Antagonisten eine glucanolytische, für 22 % eine chitinolytische und für 89 % eine proteolytische Aktivität ermittelt werden. Insgesamt bildeten 98 % der Antagonisten Antibiotika. Des weiteren wurden die bakteriellen Gemeinschaften drei unterschiedlicher Sphagnum-Arten (S. fallax, S. palustre, S. magellanicum) untersucht. Den höchsten Anteil antagonistisch aktiver Isolate wies das Moos S. fallax (34 % Antagonisten) auf. Die Analyse der Bakteriengemeinschaften mittels SSCP zeigte nur geringe Unterschiede in der Zusammensetzung der bakteriellen Gemeinschaften zwischen den verschiedenen Sphagnum-Arten. Dagegen war zu beobachten, dass sich die assoziierten Bakteriengemeinschaften zwischen den einzelnen Probenahmen d.h. saisonal unterschieden. Auf Grund des großen biotechnologischen Potenzials dieser Mikroorganismen sind sie viel versprechende Kandidaten für einen Einsatz im biologischen Pflanzenschutz oder in der Biokatalyse. ![]() | |
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