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Arbeitskreis
Nematologie



32. Tagung des Arbeitskreises Nematologie

26. und 27. Mai 2004 in Lundsgaard

Tagungsstätte:


P. H. Petersen Saatzucht GmbH
Lundsgaard
24977 Grundhof
Tagungstel.: 04636/8944
Tagungsfax: 04636-8962
Mobil: 0171-2741510
E-mail: schlathoelter@phpetersen.com


Die 32. Arbeitskreistagung des Arbeitskreises “Nematologie“ fand vom 26. bis 27. Mai 2004 bei der P. H. Petersen Saatzucht GmbH in Lundsgaard statt. Die Tagung begann am Vormittag des 26. Mai mit einer Besichtigung von Zuchtstation, Saatgutaufbereitung und -lagerung sowie von Vermehrungsflächen in der nahen Umgebung. Für die hervorragende Organisation der Tagung und des gemütlichen Abends danken wir ganz herzlich Herrn Sören Petersen und Frau Michaela Schlathölter und ihrem motiviertem und allzeit hilfsbereitem Team.

Unter den über 50 Teilnehmer waren auch zahlreiche Kollegen aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. In 20 Vorträgen und 6 Postern wurden aktuelle Probleme in der Nematologie vorgestellt und diskutiert. Ein Schwerpunkt des Arbeitskreises bildete die pflanzliche Resistenz gegenüber pflanzenparasitären Nematoden dar. Übersichtsreferate behandelten die Neuzüchtung resistenter Kartoffeln (Strahwald, Saka-Ragis), Genetik der Nematodenresistenz (Frau Dr. Gebhardt, MPI für Züchtungsforschung), Entwicklung resistenter Pflanzen (Prof. Grundler, Universität Wien) und Resistenzstrategien gegen Meloidogyne chitwoodi und M. fallax (Dr. Korthals, Applied Plant Research, Lelystad). Jeweils drei Beiträge widmeten sich den aktuellen Themen Ditylenchus dipsaci bzw. Bursaphelenchus. Weitere Themen waren Nematodenprobleme im ökologischen Landbau (2 Beiträge), biologische Bekämpfung von Nematoden (6 Beiträge) sowie ein Beitrag zur Neuausrichtung der Nematologie in der Schweiz.

Die nächste Arbeitskreistagung wird auf Einladung von Herrn Lüth am 13. und 14. April 2005 bei der Prophyta GmbH in Malchow/Poel stattfinden. Die Einladungen werden in gewohnter Weise verschickt bzw. entsprechende Informationen sind auf den Webseiten des Arbeitskreises nachzulesen.

Programm der Tagung 2004:

Mittwoch, 26. Mai 2004
10:00 Betriebsbesichtigung
12:00 Mittagsimbiss
13:00 Tagungsbeginn: Begrüßung u. technische Information durch Herrn Petersen und Herrn Dr. Hallmann
Diskussionsleitung Herr Lauenstein
13:15 Josef Strahwald Nematodenresitenzzüchtung bei Kartoffeln (Abstract)
13:45 Christiane Gebhardt Genetik der Nematodenresistenz in der Kartiffel (Abstract)
14:15 Ronald Bosch How to control neamtodes: the Dutch experience (Abstract)
14:30 Andreas Henze Zwischenfruchtanbau in Deutschland
14:45 versch. Teilnehmer Kurzvorstellung der Poster
15:00 - 15:30 Kaffeepause, Posterdemonstration
Diskussionsleitung Herr Hallmann
15:30 Florian Grundler NONEMA - Resultate eines vierjährigen EU Projektes zur Entwicklung nematodenresistenter Pflanzen (Abstract)
16:00 Gerard Korthals Durable resistance against Meloidogyne chitwoodi and M. fallax (DREAM) (Abstract)
16:30 Christian Heinrichs
Peter Knuth
Vermehrung von Rübenkopfälchen (Ditylenchus dipsaci) in nematodenresistenten Senf- und Ölrettichsisorten. Erste Versuche aus dem Rheinland und Baden-Württemberg (Abstract)
16:45 Volker Kühnhold Entwicklung eines in vitro Vermehrungs- und Inokulationssystems zur Untersuchung von Resistenzen in Zuckerrübern gegen Ditylenchus dipsaci (Abstract)
17:00 Dieter Sturhan Ditylenchus dipsaci - doch ein Artkomplex! Das Stängelnematodenproblem nach fast 150 Jahren Forschung (Abstract)
ab 19:30 gemütlicher Abend mit Abendessen im Gewölbekeller der Saatzucht
Donnerstag 27. Mai 2004
Diskussionsleitung Herr Arndt
9:00 Jürg Grunder Nematologie in der Schweiz (Abstract)
9:15 Josef Schlang Resistenz gegen Heterodera schachtii in Kultur- und Wildpflanzen (Abstract)
9:30 Ute Schönfeld Nematologische Untersuchungen an absterbenden Kiefern (Pinus sylvestris) im Kanton Wallis (Schweiz) (Abstract)
9:45 Wolfgang Burgermeister Phylogeniestudien an Bursaphelenchus durch rDNA-Sequenzierung und RAPD-PCR (Abstract)
10:00 Ulrike Ipach Molekularbiologische Differenzierung parasitischer Nematoden aus der Familie der Longidoridae im Weinbau (Abstract)
10:15 - 10:45 Kaffeepause, Posterdemonstration
Diskussionsleitung Herr Knuth
10:45 Stephan Brückner Entwicklung eines Systems zur Qualitätskontrolle für das biologische Nematizid BioAct®WG (Abstract)
11:00 Stefan Reinmann Bakterien aus der Mykorrhizospäre zur Bekämpfung von Meloidogyne incognita an Tomate (Abstract)
11:15 Björn Niere Management von Radopholus similis an Banane mit endophytischen Pilzen (Abstract)
11:30 Rüdiger Hauschild Wirkungsmechanismen endophytischer Pilze in der Biologischen Bekämpfung von Radophplus similis an Bananen (Abstract)
11:45 Dieter Heinicke Maßnahmen zur Begrenzung der Population von Meloidogyne hapla im ökologischen Landbau (Abstract)
12:00 Johannes Hallmann Verbreitung pflanzenparasitärer Nemathoden im ökologischen Landbau und Strategien für deren Befämpfung in der Praxis (Abstract)
12:15 - 13:00 Verschiedenes
Poster
Richard Janssen durable resistance management of the soil-borne quarantine nematode pests Meloidogyne chitwoodi and M. fallax - Identification of molecular markers for marker assisted breeding (Abstract)
Richard Janssen Interaction between Raphanus populations an isolates of Meloidogyne chitwoodi and M. fallax (Abstract)
Michael Arndt Untersuchungen zur Resistenz von Zuckerrüben gegen Heterodera schachtii (Abstract)
Janina Polomski Bursaphelenchus nematodes and blue stain fungi: factors in pine decline (Abstract)
Peter Lüth Versuche zur Wirkung des biologischen nematizides BioAct®WG (Abstract)
Brigitte Slaats Einfluss eines neuartigen Kapselmaterials für Hirsutella rhossiliensis zur Bekämpfung von Heterodera schachtii an Zuckerrüben (Abstract)
Jürg Grunder Wurzelgallennematoden - Ein Problem für die Schweiz?

Kurzusammenfassungen der Arbeitskreistagung 2004

1 Nematodenresistenzzüchtung bei Kartoffeln

Strahwald, J.; SaKa-Ragis Pflanzenzucht GbR, Zuchtstation Windeby, D-24340 Windeby; e-mail: josef.strahwald@saka-ragis.de

Die Züchtung von Kartoffelsorten ist ein langer Prozess, der im günstigsten Fall, von Kreuzung bis zur Zulassung, etwa 10 Jahre dauert. In Abhängigkeit von der Verwendungsrichtung muss zwischen mindestens 4 verschiedenen Segmenten unterschieden werden: Speise-, Pommes frites-, Chips- und Stärkesorten. Die Kartoffelzüchtung hebt sich von der Züchtung anderer Kulturarten durch eine sehr hohe Anzahl von Selektionsmerkmalen ab. Je nach Abhängigkeit der Verwendung sind 40 bis 50 Merkmale relevant, die sich in Leistungs-, Resistenz- und äußere und innere Qualitätsmerkmale gruppieren lassen. Nematodenresistenz gegen Globodera rostochiensis und G. pallida sind nur zwei Merkmale davon. Bereits Anfang der 50-er Jahre begann die Resistenzzüchtung gegen den Kartoffelnematoden G. rostochiensis Pathotyp Ro1. Dabei waren beinahe ideale Voraussetzungen gegeben: ein monogen dominantes Resistenzgen. Von der Einkreuzung aus Wildmaterial bis zur Zulassung der ersten praxistauglichen Sorten mit Resistenz dauerte es aber etwa 25 Jahre. Der Erfolg dieser Resistenzzüchtung wird durch einen derzeitigen Marktanteil bei Ro1-resistenten Sorten in Deutschland von über 90 % belegt. Sämtliche Neuzulassungen der letzten Jahre in Deutschland sind gegen G. rostochiensis Pathotyp Ro1 resistent. Aus phytosanitären Gründen lassen die meisten Züchtungsfirmen ihre Nematodenresistenzprüfungen außer Haus durchführen. Bei der Resistenz gegen G. pallida ist die Situation in der Züchtung ungünstiger: Zum einen spielt die Pallidaresistenz in Deutschland derzeit hauptsächlich nur im Stärkebereich in der Nähe der holländischen Grenze eine Rolle, zum anderen ist die Vererbung und die Prüfung komplizierter. Für die Sortenwahl in der Praxis ist außerdem ein weiteres Merkmal relevant: die Toleranz, ein möglichst geringer Ertragsabfall bei Anbau auf befallenen Flächen. Dieses Merkmal lässt sich aber nur sehr aufwändig und somit teuer auf befallenen Flächen prüfen.


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2 Genetik der Nematodenresistenz in der Kartoffel

Gebhardt, C.; MPI für Züchtungsforschung, Carl von Linne Weg 10, 50829 Köln; e-mail: gebhardt@mpiz-koeln.mpg.de

Die für den Kartoffelanbau in Mitteleuropa wichtigsten Nematoden sind Globodera rostochiensis und G. pallida. Gene für Resistenz gegen diese die Wurzeln parasitierenden Nematoden sind in der Vergangenheit aus S. andigena, S. spegazzinii und S. vernei in europäisches Zuchtmaterial eingekreuzt worden. In den letzten 15 Jahren wurden eine ganze Reihe dieser Resistenzgene mit Hilfe von DNA Markern und molekularen Kopplungskarten im Genom der Kartoffel lokalisiert (Übersicht in Gebhardt C. and J. Valkonen, 2001. Organization of genes controlling disease resistance in the potato genome. Annu. Rev. Phytopathol. 39: 79-102). Nematodenresistenz beruht entweder auf einzelnen Hauptgenen (z. B. H1, Gro1), oder auf mehreren Genen, sogenannten "quantitative trait loci" (QTL), zu denen aber meist ein Locus mit hohem Effekt zählt. Der Resistenz-Phänotyp kann somit durch ein Gen oder durch einige wenige Gene erklärt werden. Loci für Nematodenresistenz sind oft mit Loci für Resistenz gegen andere Pathogene gekoppelt, z. B. Virusresistenz. Bisher wurden zwei Nematodenresistenzgene der Kartoffel molekular charakterisiert: Das Gpa2 Gen für Resistenz gegen G. pallida (Van der Vossen EAG et al. 2000. Homologues of a single resistance-gene cluster in potato confer resistance to distinct pathogens: a virus and a nematode. Plant Journal 23: 567-76. 96. Paal J et al. 2004. Molecular cloning of the potato Gro1 gene for resistance to the root cyst nematode G. rostochiensis based on a candidate gene approach. Plant Journal 38: 285-297). Beide Gene gehören dem in Pflanzen am häufigsten gefundenen Typ Resistenzgen an. Für die Züchtung sind vor Allem Marker für Resistenz gegen G. pallida von Interesse. In einem gemeinsamen Projekt des MPI für Züchtungsforschung mit der Saka-Ragis Pflanzenzucht GbR und der Böhm-Nordkartoffel-Agrarproduktion OHG wurden im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts GABI-CONQUEST erste Marker für G. pallida Resistenz in tetraploiden Zuchtklonen entwickelt.


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3 How to control nematodes: the Dutch experience

Bosch, R.A. Hilbrands Laboratorium voor Bodemziekten (HLB), Kampsweg 27, NL-9418 PD Wijster, Niederlande;

HLB research and consultancy is the result of an initiative that was taken in 1963 to tackle the growing problem of potato yield decline in the north-eastern part of Holland. It was discovered that two species of nematodes were responsible for the problem, namely Globodera rostochiensis and G. pallida. Besides fundamental research has HLB especially carried out applied scientific research, with other words the potato farmer and breeder should benefit from the research results as soon as possible. HLB has been actively involved in controlling of G. rostochiensis and G. pallida in the north-eastern part of Holland. For example, population densities of G. pallida have been brought down from 35,000 nematodes per 200 cc soil to 1,000 to 2,000 nematodes per 200 cc soil. This has been the result of chemical control and of course the resistance present in the potato varieties. Although resistance is present in certain potato varieties, farmers and breeders have to be vigilant because it is possible that certain populations from G. pallida break through the resistance of certain potato varieties. Another point found is that whatever population density is used as inoculum after two to three years the population comes to an equilibrium of 1,000 to 2,000 nematodes per 200 cc soil. The resistance of potato plants against G. rostochiensis is based on a single gene and control by means of resistance is very effective. Under field conditions HLB has found that populations of G. rostochiensis have been completely erased with the cultivation of resistant varieties. Other interesting points are when the pH increase the damage caused by Globodera species also increased. Furthermore, with higher levels of organic matter in the soil, the damage caused by Globodera spp. is less, however, the population of nematodes can increase. G. pallida is slowly becoming more prevalent in the Dutch soils and therefore HLB has developed a method based on PCR to distinguish between cysts of G. pallida and G. rostochiensis in a short time and cheap. As new research HLB is carrying out research in order to determine the different pathotypes of the Globodera species. The success of the use of resistance in certain potato varieties against potato cysts nematodes (see above) can maybe also be the foundation of research for resistance in certain potato varieties (maybe even wild varieties) against free living nematodes. Finally, HLB is now carrying out research to determine the effect of compost and organic nematicides on the population of Globodera spp. in the soil.


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4 NONEMA-Resultate eines vierjährigen EU Projektes zur Entwicklung nematoden-resistenter Pflanzen

Grundler, F.M.W.; Institut für Angewandte Pflanzenwissenschaften und Pflanzenbio-technologie, Universität für Bodenkultur, Peter-Jordan-Str. 82, A-1180 Wien, Östereich; e-mail: grundler@boku.ac.at

Das EU Projekt hatte zum Ziel Nematodenresistenz in transgenen Pflanzen zu entwickeln. Den Schwerpunkt bildeten hierbei Zysten- und Wurzelgallennematoden. Es wurden grundlegende Forschungsarbeiten auf Seiten der Pathogenese und Genregulation in Pflanzen sowie der Identifizierung von Pathogenitätsfaktoren bei den Nematoden durchgeführt. Im Vortrag werden die wesentlichen Ergebnisse und Entwicklungsschritte zusammengefasst.


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5 Durable resistance against Meloidogyne chitwoodi and M. fallax

Korthals, G.W., Visser J.H.M., Molendijk, L.P.G. Wageningen UR, Applied Plant Research Arable farming and field production of vegetables, P.O. Box 430, 8200 AK Lelystad, The Netherlands; e-mail: gerard.korthals@wur.nl

Final goal of EU-project DREAM (Durable Resistance Management of the soil-borne quarantine nematodes Meloidogyne chitwoodi and M. fallax) is to deliver crops resistant against the root knot nematode M. chitwoodi and M. fallax. The results of a comparison of 15 different genotypes of italian ryegrass, fodder radish and potato will be presented. These fifteen genotypes were selected with colleagues from Plant Research International, Barenbrug Holding BV and P.H. Petersen Saatzucht. Results on M. chitwoodi showed that on average fodder radish and potato proved to be most resistant compared to all genotypes of italian ryegrass. M. fallax was able to reproduce more on most genotypes. None of the tested genotypes reduced the populations to zero, which was found after fallow. The year after testing host suitability, all plots were cropped with potatoes to determine the durability of the resistance found in the tested genotypes the year before. There were big differences in quality and quantity of the potatoes, which could be related to M. chitwoodi or M. fallax. These results demonstrate that although complete resistant cultivars were not found yet, green manure crops may play a crucial role in the control of Meloidogyne and the consequences of this nematode species on the quality and quantity of potatoes.


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6 Vermehrung von Rübenkopfälchen (Ditylenchus dipsaci) in nematodenresistenten Senf- und Ölrettichsorten. Erste Versuchsergebnisse aus dem Rheinland und Baden-Württemberg

Heinrichs, C.1, Knuth, P.2, 1Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Siebengebirgsstr. 200, D-53229 Bonn, 2Landesanstalt für Pflanzenschutz, Reinsburgstr. 107, D-70197 Stuttgart; e-mail: peter.knuth@lfp.bwl.de

Schäden durch Rübenkopfälchen (Ditylenchus dipsaci) in Zuckerrüben haben im Rheinland insbesondere am Nordrand der Eifel, sowie in bestimmten Regionen von Baden-Württemberg, in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung zugenommen. Auffallend ist dabei die Ausdehnung des Befalls in Gebiete, die in den Vorjahren keine Rübenschäden aufwiesen. Es stellt sich daher die Frage nach der Ursache dieser Zunahme. Ackersenf wird in der Literatur als Wirtspflanze der Rübenrasse von D. dipsaci beschrieben. Da in vielen Fällen zur biologischen Bekämpfung des Rübenzystenälchens (Heterodera schachtii) unmittelbar vor Zuckerrüben nematodenresistenter Senf oder Ölrettich als Zwischenfrucht angebaut wird, wurde im Jahre 2003 in zwei Sortenversuchen mit ähnlichem Sortenspektrum im Rheinland und in Baden-Württemberg getestet, inwieweit diese Kulturen eine Vermehrung des Rübenkopfälchens ermöglichen und ob sich eventuell das aktuelle Srotenspektrum in der Wirtseignung unterscheided. Als Versuchsflächen wurden Felder gewählt, auf denen im Jahr 2002 hohe Rübenkopfälchenschäden beobachtet wurden. Die Versuchsergebnisse belegen eindrucksvoll eine hohe Wirtspflanzeneignung der getesteten Senfsorten und zwar unabhängig davon, ob es sich dabei um “nematodenresistente“ oder “anfällige“ Senfsorten handelt. Dabei gibt es aber offensichtlich hinsichtlich dem Vermehrungspotenzial der Sorten Unterschiede. Vorzuheben ist, dass es bei beiden Versuchen übereinstimmend Senfsorten gab, die eine hohe Vermehrung (Bsp. Sorte Conserta) oder nur eine relativ niedrige Vermehrung (Bsp. Sorten Sirola und Maxi) ermöglichten. In Baden-Württemberg wurden weniger Tiere in den Pflanzen festgestellt, wobei sicherlich die extreme Trockenheit des Jahres 2003 die Entwicklung der Nematoden beeinflusst hat. Auch muss noch geklärt werden, inwieweit die Rassenzugehörigkeit von D. dipsaci in Bezug auf Senf als Wirtspflanze von Bedeutung ist. Die getesteten Ölrettichsorten erwiesen sich bislang als Nichtwirte für D. dipsaci. Die Versuche werden im Jahr 2004 weitergeführt.


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7 Entwicklung eines in-vitro Vermehrungs- und Inokulationssystems zur Untersuchung von Resistenzen in Zuckerrüben gegen Ditylenchus dipsaci

Kühnhold, V., Sikora, R.A., Kiewnick, S.; Universität Bonn, Institut für Pflanzenkrankheiten, Phytopathologie und Nematologie in Bodenökosystemen, Nußallee 9, D-53115 Bonn; e-mail: skiewnick@uni-bonn.de

Für die Untersuchungen zur in-vitro Vermehrung wurde eine Ditylenchus dipsaci Population aus Felderde von befallenen Flächen in der Vordereifel verwendet. Es wurden mehrere aus der Literatur bekannte Vermehrungssysteme getestet und verglichen. Es zeigte sich, dass die Vermehrung auf Möhrenkallus am erfolgreichsten war. Sie konnte durch Variation der Inokulumdichte und des Extraktionszeitpunktes soweit optimiert werden, dass innerhalb von 50-60 Tagen eine ausreichend hohe Menge an Nematodeninokulum produziert werden konnte. Um die Ausbeute an Nematoden zu erhöhen wurde die Extraktion durch Oostenbrinkschalen mit einer enzymatischen Extraktion verglichen. Die Steigerung in der Ausbeute der Nematoden rechtfertigte jedoch nicht den kosten- und zeitintensiven Einsatz der enzymatischen Extraktion. Des Weiteren wurde die Aktivität der extrahierten Nematoden nach Lagerung in Wasser bestimmt. Um die Fähigkeit zur Eindringung in Zuckerrüben der an Möhrenkallus vermehrten Population zu untersuchen, wurde ein Inokulumssystem entwickelt. Dabei wurden verschiedene Inokulationsorte und Trägermedien für die Nematoden in Klimakammerversuchen getestet.


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8 Ditylenchus dipsaci - doch ein Artenkomplex! Das Stängelnematodenproblem nach fast 150 Jahren Forschung

Sturhan, D.; ehemals Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Toppheideweg 88, D-48161 Münster; e-mail: d.sturhan@bba.de

Ditylenchus dipsaci (Kühn, 1857) gehört zu den frühest beschriebenen, wirtschaftlich wichtigsten, polyphagsten und in biologischen wie physiologischen Merkmalen variabelsten pflanzenparasitären Nematoden. Gleichzeitig ist sie die taxonomisch wohl problematischste Nematodenart, mit der höchsten Anzahl an Synonymen und mehr als 30 benannten "biologischen Rassen", die durch unterschiedliche Wirtsbevorzugung charakterisiert sind. Die Ergebnisse von Kreuzungsexperimenten mit Isolaten verschiedener biologischer Rassen und von Chromosomenuntersuchungen an Populationen von unterschiedlichen Wirtspflanzen deuteten bereits vor Jahren darauf hin, dass es sich bei den derzeit unter dem Namen Ditylenchus dipsaci zusammengefassten Formen tatsächlich um einen Artenkomplex handelt. Nach aktuellen molekularen Befunden sind die meisten bei Kulturpflanzen unterschiedenen biologischen Rassen sowie einige von Wildpflanzen untersuchte Isolate (weiterhin) der Art D. dipsaci zuzuordnen, die von Ackerbohnen bekannte "Riesenrasse" sowie Formen von verschiedenen Wildpflanzen jedoch als getrennte Arten anzusehen.


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9 Nematologie in der Schweiz

Grunder Jürg, AGROSCOPE, Swiss Federale Research Station, Nematology, CH-8820 Wädenswil, Schweiz; e-mail: juerg.grunder@faw.admin.ch

Momentan läuft eine Reorganisation der landwirtschaftlichen Forschung in der Schweiz. Die Arbeitsgruppen in der Schweiz haben ein ähnliches Schicksal erlebt wie in den meisten Ländern. Nach den Übergangsjahren von 2004/5 startet ab 2006 die neue Forschungseinheit unter dem Namen AGROSCOPE. Damit werden aus den jetzt sechs bestehenden Forschungsanstalten noch drei Forschungeinheiten stehen bleiben, wobei der Standort Wädenswil bestehen bleibt. Die Arbeitsgruppe Nematologie wird als Kompetenzzentrum in Wädenswil alle Fachrichtungen betreuen, Obst-, Wein- und Gartenbau, sowie auch den Feldbau. Alle nematologischen Arbeiten werden zukünftig dort bearbeitet, Untersuchung auf Quarantänenematoden aus Import-Exportsendungen, Zertifizierungen, Einsendungen aus der Praxis für die Beratung. Forschungsprojekte resultieren aus den anfallenden Bedürfnissen der Praxis. Das vorliegende Arbeitsprogramm beinhaltet Forschungsprojekte mit Identifikation und Bekämpfung von Wurzelgallennematoden (Meloidogyne spp.) und der Karottenzystennematoden (H. carotae), sowie einem Projekt mit virusübertragenden Nematoden (L. arthensis). Zusätzlich sind wir in der COST AKTION 850 involviert. Diese Projekte sollen neue Systeme für die Anwendung von insektenparasitischen Nematoden evaluieren (Kastanienrüssler, Haselnussbohrer und Kirschenfliege).


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10 Resistenz gegen Heterodera schachtii in Kultur- und Wildpflanzen

Schlang, J.; Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Dürener Str. 71, D-50189 Elsdorf; e-mail: bba-elsdorf@t-online.de

Mit der Einführung nematodenresistenter Ölrettich- und Senfsorten zu Beginn der 80er Jahre, konnte eine biologische Bekämpfung des Rübenzystennematoden (Heterodera schachtii) innerhalb einer dreijährigen Fruchtfolge mit Zuckerrüben, Winterweizen und Wintergerste erstmals erfolgreich durchgeführt werden. Durch die biologische Bekämpfung werden die Besatzdichten des Nematoden bis weit unter die Schadensschwelle abgesenkt und die Rübenerträge abgesichert. Im Jahre 1998 wurde die nematoden-resistente Zuckerrübensorte "Nematop" und im Jahre 2000 die rizomania- und nematoden-resistente Zuckerrübensorte "Paulina" vom Bundessortenamt zugelassen. Mit dem Anbau einer resistenten Zuckerrübensorte war es erstmals möglich, eine Nematodenvermehrung unter Zuckerrüben zu verhindern. Der umfangreiche Wirtspflanzenkreis von H. schachtii, der neben den Gänsefußgewächsen und den Kreuzblütlern auch zahlreiche Arten der Amaranthaceae, Caryophyllaceae, Portulacaceae und Polygonaceae umfasst, lässt weitere Resistenzquellen in dieser Pflanzengruppe vermuten. Bereits 1985 wurde gezeigt, dass zahlreiche Buchweizensorten- und Herkünfte eine hohe Resistenz gegenüber H. schachtii besitzen. Diese Befunde konnten später auch an den Wildherkünften und den Buchweizenarten "Fagopyrum tataricum", "F. cymosum" und "F. urophyllum" nachgewiesen werden. Bei den Nelkengewächsen zeigte die Kornrade "Agrostemma githago" resistente Eigenschaften gegen H. schachtii. Mittlerweile sind erste Sorten im Anbau. Interessante Möglichkeiten bieten die von Prof. Peterka (BAZ) gezüchteten resistenten Ölraps-Hybriden, die einen gezielten Ölrapsanbau in einer Zuckerrübenfruchtfolge ermöglichen. Weitere Resistenzquellen gegen H. schachtii wurden in den Zierpflanzengattungen Matthiola und Amaranthus und beim Würzkraut Eruca nachgewiesen. Durch die Vielfalt der Resistenzquellen gegen H. schachtii ist eine gezielte biologische Bekämpfung des Schaderregers auch in spezifischen Fruchtfolgen (z.B. kohlreiche Fruchtfolgen mit Kohlhernie-Problemen) durch den Anbau von Buchweizen und Kornrade möglich.


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11 Nematologische Untersuchungen an absterbenden Kiefern (Pinus sylvestris) im Kanton Wallis (Schweiz)

Schönfeld, U.1, Polomski, J.2, Rigling, D.2, Burgermeister, W.3, 1Landesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft, Referat 34, Steinplatz 1, D-15838 Wünsdorf, 2Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, CH-8903 Zürich-Birmensdorf, Schweiz, 3Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Messeweg 11/12, D-38104 Braunschweig; e-mail: ute.schoenfeld@lvl.brandenburg.de

Seit einigen Jahren werden an Kiefern (Pinus sylvestris) im Kanton Wallis Absterbeerscheinungen bisher ungeklärter Ursache beobachtet. Die Forschungen zu möglichen Schadfaktoren erstrecken sich neben Untersuchungen von Schadinsekten, Pilzen, klimatologischen Veränderungen und immissionsbedingten Einflüssen auch auf Nematoden. Die nematologischen Untersuchungen sollen klären, ob Holznematoden der Gattung Bursaphelenchus in den abgestorbenen Kiefern nachweisbar sind. Da bis zu dem Zeitpunkt in der Schweiz noch keine nematologischen Untersuchungen in Forsten erfolgt waren, sollte eine mögliche Einschleppung des Kiefernholznematoden, Bursaphelenchus xylophilus, und seine Etablierung im Wallis ausgeschlossen werden. Im Zeitraum von 2001 bis 2003 sind nach Probenahme von Stammscheiben aus dem unteren, mittleren und oberen Stammbereich von insgesamt 193 Kiefern Nematodenextraktionen mit Hilfe des modifizierten Baermann-Trichter-Verfahrens erfolgt. Die aus dem Holz extrahierten Bursaphelenchus-Arten sind sowohl morphologisch als auch molekularbiologisch mit Hilfe der ITS-RFLP-Methode differenziert worden. Der Kiefernholznematode, B. xylophilus, ist an den Kiefern im Wallis nicht nachgewiesen worden. An einem Teil der Bäume, die fast ausschließlich der Schadklasse 4 angehörten, wurden jedoch andere Bursaphelenchus-Arten gefunden. Die Häufigkeit der einzelnen Arten (Anzahl untersuchter, kontaminierter Kiefern) beträgt: 27 x Bursaphelenchus sp.n., 6 x B. mucronatus, 3 x B. silvestris, 2 x B. sexdentati, 1 x B. leoni. Im Ergebnis der Untersuchungen wird die neue Art aus der Bursaphelenchus sexdentati-Gruppe federführend durch Frau Dr. H. Braasch, Potsdam, beschrieben. Weitere Untersuchungen zu den Vektoren dieser neuen Art und zur möglichen Beteiligung der gefundenen Nematoden am Absterbeprozess der Kiefern stehen noch aus.


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12 Phylogeniestudien an Bursaphelenchus durch rDNA-Sequenzierung und RAPD-PCR

Burgermeister, W., Lange, C., Metge, K., Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Messeweg 11/12, D-38104 Braunschweig; e-mail: w.burgermeister@bba.de

Durch Restriktionsanalyse amplifizierter ribosomaler DNA (rDNA) können 24 Bursaphelenchus-Arten differenziert werden. Diese als ITS-RFLP-Analyse bezeichnete Methode wird zur Identifizierung des Kiefernholznematoden, B. xylophilus, in Verdachtsproben von importiertem Holz eingesetzt. Bei B. mucronatus und B. leoni können auch zwei intraspezifische Typen an ihren ITS-RFLP-Mustern unterschieden werden. Bei den Arten der B. sexdentati-Gruppe werden morphologisch ermittelte Beziehungen durch Ähnlichkeiten in den ITS-RFLP-Mustern bestätigt. Durch Sequenzierung der amplifizierten rDNA werden die phylogenetischen Beziehungen innerhalb der B. sexdentati-Gruppe im Detail untersucht. Bisherige Ergebnisse bestätigten die Zuordnung von 11 Isolaten zu B. sexdentati, "B. vallesianus", B. poligraphi bzw. B. borealis. Bei 2 bisher als B. sexdentati bestimmten Isolaten bewies die Sequenzierung jedoch eine größere Nähe zu "B. vallesianus".
Im Rahmen eines EU-Projektes soll die Herkunft des nach Portugal eingeschleppten Kiefernholznematoden durch phylogenetische Untersuchungen ermittelt werden. Hierzu werden portugiesische B. xylophilus-Populationen mit Referenzpopulationen aus allen Verbreitungsländern (USA, Kanada, Japan, China, Korea und Taiwan) durch RAPD-PCR molekulargenetisch verglichen. Zunächst wurde in einer Voruntersuchung die Eignung der seit mehreren Jahren auf Botrytis cinerea/Malzagar in Lebendkultur gehaltenen Nematoden geprüft. Es konnte gezeigt werden, dass die im Laufe von 10 Jahren eingetretenen leichten Veränderungen in den Bandenmustern der verglichenen Referenzisolate zu keiner Separierung innerhalb der einzelnen Probenpaare in der Clusteranalyse führten. Im resultierenden Dendrogramm entspricht die Gruppierung der Populationen nach ihrer genetischen Distanz außerdem der geographischen Distanz. In der alle Isolate umfassenden Untersuchung zeigt die portugiesische Population derzeit relativ größere Nähe zu asiatischen als zu nordamerikanischen Populationen.


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13 Molekularbiologische Differenzierung parasitischer Nematoden aus der Familie der Longidoridae im Weinbau

Hübschen, J.1, Ipach, U.1, Zinkernagel, V.2, Neilson, R.3, 1Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum - Rheinpfalz, Breitenweg 71, D-67435 Neustadt/W., 2Technische Universität München, Lehrstuhl für Phytopathologie, Am Hochanger 2, D-85350 Freising-Weihenstephan, 3Scottish Crop Research Institute, Invergowrie, Dundee DD2 5DA, Schottland; e-mail: ulrike.ipach@dlr.rlp.de

Virusübertragende Nematoden sind im deutschen Weinbau von großer Bedeutung, seit 1988 ist aber kein Einsatz von Nematiziden mehr möglich. Um dennoch eine virusfreie Pflanzgut-Produktion zu gewährleisten, müssen die Böden von Vermehrungsanlagen frei sein von diesen Vektoren. Dazu ist eine zur Zeit ausschließlich auf morphologischen Merkmalen beruhende Artbestimmung notwendig. Oft treten jedoch Mischpopulationen und niedrige Populationsdichten auf, gelegentlich finden sich nur Larven, die für eine Artbestimmung nicht geeignet sind. Aufgrund dieser Probleme wurde eine auf molekularbiologischen Techniken beruhende Methode zur Artdifferenzierung entwickelt. Bei der Untersuchung des 18S-Genes verschiedener Populationen der Xiphinema-Arten X. index, X. diversicaudatum und X. vuittenezi wurde keine intra- und nur eine geringe interspezifische Variation festgestellt. Die geringe Variabilität in dieser Region wurde durch die Sequenzdatenanalyse von weiteren 58 Longidoridae-Herkünften bestätigt. Testreihen mit den von Wang et al. (Phytopathology 2003, 93, 160-166) entwickelten Xiphinema-Primern zeigten, dass sie zuverlässig zum Nachweis deutscher Populationen der Xiphinema-Arten eingesetzt werden können. Die Sensitivität des Nachweises ist für Praxisanforderungen ausreichend hoch. Bei der Sequenzierung der ITS1-Region der untersuchten Longidorus- und Paralongidorus-Arten (L. attenuatus, L. elongatus, L. macrosoma, L. helveticus, L. profundorum, L. sturhani, P. maximus) traten sowohl innerhalb als auch zwischen den Arten Unterschiede auf. Somit konnten spezifische Primer für jede Art konstruiert werden, die zum Nachweis dieser Tiere unter ganzen Nematodengemeinschaften aus Weinbergsböden eingesetzt werden konnten.


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14 Entwicklung eines Systems zur Qualitätskontrolle für das biologische Nematizid BioAct®WG

Brückner, S.1, Kiewnick, S. 2; 1Prophyta GmbH, Inselstraße 12, D-23999 Malchow, 2Kiewnick, S., Universität Bonn, Institut für Pflanzenkrankheiten, Nußallee 9, 53115 Bonn; e-mail: sbrueckner@prophyta.com

Das biologische Nematizid BioAct®WG basiert auf dem Wirkstoff Paecilomyces lilacinus Isolat 251, der in Form lebender, als wasserdispergierbares Granulat formulierter Konidien vorliegt. Das Herstellungsverfahren für das Präparat beinhaltet mehrere Aufbereitungsschritte des in Feststofffermentation produzierten Pilzmaterials, um eine definierte und gleichbleibend hohe Produktqualität in allen Chargen gewährleisten zu können. Das Produktionsverfahren selbst ist zwar so ausgelegt, dass es hierbei zu einer möglichst geringen physiologischen Beanspruchung der Konidien kommt, ganz vermeiden lässt sie sich aber nicht. Um die Belieferung des Landwirtes mit einem Produkt von definierter Qualität sicherzustellen, wurde ein System zur Qualitätskontrolle des Präparates entwickelt. Dieses beinhaltet sowohl die Untersuchung primärer Qualitätsparameter, wie Konidiendichte im Präparat, Keimfähigkeit der Konidien, Lagerfähigkeit u.a., sowie auch sekundäre Qualitätsparameter, wie die biologische Wirksamkeit im Standardtest. Insbesondere die Überprüfung der nematiziden Wirkung im Biotest liefert das entscheidende Qualitätskriterium für das Präparat. In der Präsentation soll deshalb näher auf die Methodik des Tests eingegangen und die daraus zu ermittelnden Informationen im Hinblick auf Formulierungsvarienten von BioAct®WG interpretiert werden.


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15 Bakterien aus der Mykrorrhizosphäre zur Bekämpfung von Meloidogyne incognita an Tomate

Reimann, S., Sikora, R.A.; Universität Bonn, Institut für Pflanzenkrankheiten, Phytopathologie und Nematologie in Bodenökosystemen, Nußallee 9, D-53115 Bonn; e-mail: s.reimann@uni-bonn.de

Die Auswirkung von arbuskulären Mykorrhizapilze (AMP) auf die Pflanzengesundheit wurde vielfach untersucht und es konnten, im Rahmen dieser Untersuchungen, antagonistische Interaktionen zwischen dem symbiontischen Pilz und Wurzelgallennematoden festgestellt werden. Die zu Grunde liegenden Wirkungsmechanismen sind aber bisher noch ungeklärt. Die Anwesenheit von AMP beeinflusst nachgewiesener Maßen die mikrobielle Zusammensetzung der Rhizosphäre und man spricht deshalb auch von "Mykorrhizosphäre". Eine Hypothese zur Erklärung der antagonistischen Wirkung gegen Wurzelgallennematoden ist demnach, dass Mykorrhiza die Ansiedlung von Antagonisten fördert. Bakterien wurden im Rahmen eines interantionalen Projektes von Mykorrhizasporen isoliert und in Screeningversuchen gegen Meloidogyne incognita getestet. Im Vergleich zur Rhizosphäre zeigte ein hoher Anteil (20%) der Bakterien antagonistisches Potential gegen den Wurzelgallennematoden und stützt somit die aufgestellte Hypothese. Im weiteren wurden erste Untersuchungen zu den Wirkungsmechanismen dieser antagonistischen Bakterien durchgeführt und mögliche Pflanzenbehandlungsstrategien entwickelt, in denen AMP mit den antagonistischen Bakterien kombiniert werden.


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16 Management von Radopholus similis an Bananen mit endophytischen Pilzen

Niere, B.1, Gold, C.S.2, Coyne, D.A.2; 1Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Toppheideweg 88, D-48161 Münster, 2International Institute of Tropical Agriculture, Eastern and Southern Africa Regional Center, Namulonge, Uganda

Radopholus similis ist weltweit einer der wichtigsten Schädlinge an Bananen. In kleinbäuerlichen Systemen Afrikas beruht die Bekämpfung dieses wandernden endoparasitischen Nematoden auf resistenten Sorten, wobei diese nur begrenzt zur Verfügung stehen, und sauberem Pflanzgut. Bananen aus Gewebekultur sind frei von Krankheiten und Schädlingen und bringen hohe Erträge, erscheinen aber bei Anbau in nematodenverseuchten Feldern anfälliger als konventionelles Pflanzmaterial. Um die Vorteile von Gewebekulturbananen nutzen zu können, wird seit mehreren Jahren der Einsatz von endophytischen Pilzen zum Schutz der Bananen getestet. Endophyten wurden aus gesundem Wurzel- und Rhizomgewebe von Bananen isoliert und auf ihre Wirkung gegen R. similis getestet. Die am häufigsten isolierte Art war Fusarium oxysporum. Isolate dieser Art wurden in planta auf ihre Wirkung gegen R. similis gestestet. Dabei wurden Pflanzen vor der Abhärtungsphase der Gewebekulturbananen mit Pilzsporen und nach drei Monaten mit Nematoden inokuliert. Die Apathogenität der Pilze wurde durch Pathogenitätstests und genetische Marker überprüft. Bisherige Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Anzahl der Nematoden als auch der durch sie verursachte Schaden durch Endophyten reduziert werden. Der Einsatz endophytischer Pilze an Gewebekulturbananen kann nicht als alleinige Maßnahme gegen R. similis gesehen werden, erscheint als Teil eines Management Systems aber sinnvoll.


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17 Wirkungsmechanismen endophytischer Pilze in der Biologischen Bekämpfung von Radopholus similis an Bananen

Hauschild, R., Tam V., Sikora, R.A.; Universität Bonn, Institut für Pflanzenkrankheiten, Nußallee 9, 53115 Bonn; e-mail: r.hauschild@uni-bonn.de

Radopholus similis ist in den meisten Regionen der Welt der bedeutendste Schädling an Bananen und führt durch massive Schädigungen des Wurzelsystems zur Umfallkrankheit (Toppling disease). Endophytische Pilze, die aus Bananenwurzeln isoliert wurden, wurden bereits mehrfach erfolgreich im Freiland gegen R. similis eingesetzt. Die Wirkungsmechanismen, die für eine Verringerung der Nematodenschäden verantwortlich sind, blieben jedoch unklar. Wir haben vier endophytische Fusarium-Stämme, die aus Banane und Tomate isoliert wurden, zur biologischen Bekämpfung von R. similis ausgewählt. Gewebekulturpflanzen wurden im Gewächshaus angezogen, mit Sporen endophytischer Pilze inokuliert und anschließend mit R. similis inokuliert. In unter­schiedlichen Versuchsaufbauten wurde ein Einfluss der Pilze auf den Frühbefall durch R. similis, auf die Populationsentwicklung, und auf die Anlockung zu Bananenwurzeln gezeigt. Neben direkten Wechselwirkungen zwischen Pilzen und Nematoden konnten wir auch den Einfluß pflanzen­vermittelter Mechanismen auf die Eindringung von R. similis in Bananenwurzeln nachweisen.


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18 Maßnahmen zur Begrenzung der Population von Meloidogyne hapla im ökologischen Landbau

Heinicke, D.; Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Hannover, Wunstorfer Landstraße 9, D-30453 Hannover; heinicke.dieter@lawikhan.de

In blattreichen Fruchtfolgen, die nicht durch Halmfrüchte unterbrochen werden oder solchen in denen ein höherer Unkrautdruck toleriert wird, beeinflusst Befall durch M. hapla Qualität wie Ertrag. Die enge Stellung von Blattfrüchten, insbesondere von Leguminosen, führt zu hohen Populationen von M. hapla. Probleme treten deshalb häufiger im ökologischen Land-bau auf, da hier aufgrund des höheren Unkrautdruckes die Halmfrucht nicht als Gesundungs-frucht dient. In Feldversuchen wurde der Einfluss verschiedener Früchte auf die Nematodenpopulation im Vergleich mit Weißklee als Positivkontrolle = 7,5 fache und Schwarzbrache als Negativkontrolle = 0,23 fache Vermehrung, festgestellt. Die Populationsentwicklung wurde am Biotest unter Salat mit Bonitur der Gallen festgestellt und mit dem Vorbefall verglichen. Trotz frühen, intensiven Schröpfens zeigte Deutsches Weidelgras nicht die erwartete Populationsminderung = 1,3 fach. Der auf geringe Anfälligkeit selektierte Ölrettich Comodore zeigte eine 3,4 fache und der Ölrettich Boss eine 6,8 fache Vermehrungsrate. Die Weiße Lupine (süß 0,77; bitter 0,87) schnitt vermutlich aufgrund der deutlicheren Unkrautunterdrückung besser ab, als die Blaue Lupine (süß 1,1; bitter 1,84). Um anfällige Winterzwischenfrüchte als Fangpflanzen zu verwenden, wurde der Zeitpunkt des Endes des 1. Entwicklungszykluses bestimmt. Im Jahre 2002 wurde hierfür eine Temperatursumme von 432° über 8° in 55 Tagen; im Jahre 2003 335° in 59 Tagen benötigt. Hieraus könnte sich für die Praxis eine akzeptable Bekämpfungsalternative ergeben, die mit den berichteten Widersprüchen zu diskutieren wäre.


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19 Verbreitung pflanzenparasitärer Nematoden im ökologischen Landbau und Strategien für deren Regulierung in der Praxis

Hallmann, J.1, Frankenberg, A.2, Paffrath, A.2; 1Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Toppheideweg 88, D-48161 Münster, 2Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Endenicher Allee , D-53115 Bonn; e-mail: j.hallmann@bba.de

Pflanzenparasitäre Nematoden verursachen zunehmend wirtschaftliche Schäden im ökologischen Landbau. Besonders betroffen sind Anbausysteme mit einem hohen Anteil an Gemüse und Leguminosen. Die Ergebnisse einer bundesweiten Erhebung im Anbaujahr 20002/2003 zur Verbreitung pflanzenparasitärer Nematoden bestätigten diesen Trend. Untersucht wurden 207 Proben von 40 Betrieben aus 7 Bundesländern. Es wurden 69 Arten pflanzenparasitärer Nematoden aus 17 Gattungen beschrieben. Hauptschaderreger wie Wurzelläsionsnematoden (Pratylenchus crenatus, P. neglectus, P. penetrans) und Wurzelgallennematoden (M. chitwoodi, M. hapla, M. naasi) wurden auf 80 % bzw. 40 % aller Flächen festgestellt. Zu den bevorzugt geschädigten Kulturen zählten Möhren und Zwiebeln. Da auf Flächen mit Meloidogyne spp. in der Regel auch Pratylenchus spp. auftritt sollten Regulierungsmaßnahmen beide Schaderreger umfassen. Auf zwei ökologisch wirtschaftenden Betrieben in Niedersachsen wurde der Ausgangs- und Endbesatz von Meloidogyne hapla und Pratylenchus spp. in Abhängigkeit folgender Varianten untersucht: Brache, Lupine, Kleegras, Ölrettich 'Siletina' (hoch anfällig), Ölrettich 'Siletina' als Fangpflanze, Ölrettich 'Commodore' (gering anfällig) und Mais. Brache und Mais reduzierten die Besatzdichte mit M. hapla, Ölrettich 'Siletina' als Fangpflanze, Ölrettich 'Commodore' und Kleegras zeigten keinen Einfluss auf die Besatzdichte und Blaue Lupine und Ölrettich 'Siletina' führten zu einer Zunahme der Besatzdichte um das sechs- bis siebenfache. Bezüglich Pratylenchus spp. bewirkten alle Varianten einen Anstieg der Besatzdichte. Die Anfälligkeit und Empfindlichkeit verschiedenster Kulturpflanzen wird abschließend diskutiert.


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20 Durable Resistance Management of the Soil-borne Quarantine Nematode Pests Meloidogyne chitwoodi and M. fallax - Identification of Molecular Markers for Marker Assisted Breeding.

Janssen, R.1, Bokhoven-Schipper, D.1, van der Vossen, E.1, Arens-de Reuver, M.1, Wang, C.1,2, van Heusden, S.1; 1Plant Research International, PO Box 16, NL-6700 AA Wageningen, The Netherlands, 2College of Horticulture & Forestry, Huazhong Agricultural University, Wuhan, Hubei, 430070 China; e-mail: richard.janssen@wur.nl

The root-knot nematodes Meloidogyne chitwoodi and M. fallax are important pests for the potato crop in north-western Europe with a quarantine status. Resistance to these nematodes appears to be absent in the currently used cultivars, but high resistance has been identified in several wild Solanum spp. Progenies of S. bulbocastanum segregated clearly in resistant and susceptible plants to M. chitwoodi and M. fallax. The observed 1 : 1 ratio of resistant and susceptible plants indicates a single dominant allele, Rmc1, which is present in heterozygous form in the resistant parent. Progeny tests of S. fendleri indicated the action of a single dominant inherited gene, Rmc2, effective against both M. chitwoodi and M. fallax. With AFLP (Amplified Fragment Length Polymorphism), markers were detected in the progenies of S. fendleri crosses. Resistant and susceptible plants were thoroughly monitored to analyse the segregating patterns of resistance genes and AFLP markers. A selection of a number of these molecular markers for resistance was converted into PCR (Polymerase Chain Reaction) markers for indirect selection. Those CAPS (Cleaved Amplified Polymorphic Sequence) markers provide a powerful tool to help for marker assisted breeding in introgression programs. Closely linked markers for Rmc2 were localised on the short arm of chromosome 11 on basis of their map position for the SH/RH potato population. For the isolation of the Rmc2 gene of S. fendleri a BAC (Bacterial Artificial Chromosome) bank is being constructed.


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21 Interaction between Raphanus populations and isolates of Meloidogyne chitwoodi and M. fallax

Zoon, F.C.1, Poleij, L.M1, Schlathoelter, M.2; 1Plant Research International, PO Box 16, NL-6700 AA Wageningen, The Netherlands, 2Petersen Saatzucht GmbH, Lundsgaard, D-24977 Grundhof; e-mail: frans.zoon@wur.nl

Interactions between genotypes of Fodder Radish (Raphanus sativus) and isolates of Meloidogyne were studied in order to characterise the virulence/aggressiveness of isolates and to explore the genetic background of resistance and virulence. Seedlings of FR and reference tomato were grown in 400 ml pots and inoculated with 400-600 J2 of specific isolates of M. chitwoodi or M. fallax from the European collection at PRI. Eight weeks later the plant shoots were removed and the pots stored at 4°C till further processing. Root systems were rinsed, weighed and stained with Phloxine B and number of Meloidogyne egg masses were counted. Reproductive success (female/added J2) was always much lower on FR (average 0-6 %) than on susceptible tomato (25 %), but FR combinations showed considerable variation. Nevertheless, low values imply significantly higher resistance than the average found for FR. The variation among the 8 plants in each combination was often large, although some combinations were completely incompatible. Seed populations of FR are often a mixture of resistant and susceptible genotypes, probably due to the out-crossing descent. Breeding progress can be made by selecting and crossing resistant genotypes from different populations. Isolates Ck, Cba and Fb show the highest aggressiveness to various FR populations, whereas Cz and Fh are relatively weak on FR. Cbd can be very successful on relatively few compatible populations. The two M. fallax isolates do not fall out of the response range of the seven M. chitwoodi isolates in this test. Apparently there are at least three (but probably more) genes of resistance/virulence involved in the interaction between Raphanus and M. chitwoodi, casu quo M. fallax.


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22 Untersuchungen zur Resistenz von Zuckerrüben gegen Heterodera schachtii

Rovakis, C. 1, Arndt, M.2; 1Fachhochschule Weihenstephan,2Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenschutz, Lange Point 10, D-85354 Freising; e-mail: michael.arndt@lfl.bayern.de

Von den bislang zugelassenen ZR-Sorten, bei denen die Resistenz dominant vererbt wird, ist bekannt, dass die Transmissionsrate der Resistenz nicht 100 % beträgt. Mit standardisierten Testsystemen lässt sich feststellen, wie hoch der Anteil anfälliger Pflanzen ist, der nicht über 5-10 % liegen sollte, um auf Befallsflächen den gewünschten Effekt auf die Abundanzdynamik von H. schachtii nicht in Frage zu stellen. Bei den Saatzuchtfirmen ist eine diesbezügliche Qualitätssicherung deshalb notwendig und wird i.d.R. mit molekularbiologischen Methoden durchgeführt. Ziel einer Diplomarbeit an der FH-Weihenstephan war u.a., das „Resistenznieveau“ verschiedener Saatgutherkünfte mit Hilfe einfacher Biotests zu überprüfen und in Zusammenarbeit mit der KWS einen Teil zusätzlich einer Genanalyse zu unterziehen. Mit Saatgut zweier Sortentypen wurde dazu im Gewächshaus ein Biotest mit natürlicher Befallserde und ein sogenannter Sandtest mit pikierten Sämlingen und Inokulation von 2000 Infektionslarven je Gefäß durchgeführt. Während bei ersterem nur die außen an der Gefäßwand sichtbaren weißen Weibchen erfasst wurden, erfolgte beim Sandtest eine Zystenextraktion mit anschließender Größenbestimmung des Zystenmaterials, getrennt nach Pflanzen mit geringem (< 5) und hohem Zystenbesatz durch ein automatisches Bildanalysesystem. Für die Genanalyse wurden Blattproben im Labor der KWS ohne Kenntnis der Biotestergebnisse untersucht und „Fingerprints“ zur Überprüfung des Sortentyps durchgeführt. Der Biotest mit natürlicher Befallserde ergab bei zwei von vier geprüften Saatgutherkünfte mehr als 10 % anfällige Pflanzen, bei denen mittels Gensonde kein Resistenzgen nachzuweisen war, der Sortentyp aber vorlag. Der Sandtest zeigte einen vergleichsweise noch höheren Befall, insbesondere in der Klasse 1-5 Zysten. Bei diesen Pflanzen, bei denen leider keine Gendiagnose erfolgte, war die Zystengröße nur bei einem Sortentyp signifikant kleiner als bei hohem Besatz


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23 Bursaphelenchus Nematodes and Blue Stain Fungi: Factors in Pine Decline?

Polomski, J., Heiniger, U., Rigling, D., Schönfeld, U., Theile, F.; WSL, CH-8903 Birmensdorf, Schweiz; e-mail: janina.polomski@wsl.ch

In the dry inner Alpine Valley “Valais” in Switzerland a pine decline is observed. With co-operate initiative various factors have been investigated: clima change, succession, charge of management, insects, nematodes and fungi. In dead and dying trees five different species of Bursaphelenchus nematode were identified. Nematode infestation was associated with wooddiscolouration caused by blue stain fungi. These trees showed blue stain in stems, roots and in the most of branches. 14 of 21 roots yielded Leptographium sp.


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24 Versuche zur Wirkung des biologischen Nematizides BioAct WG

Lüth, P.; PROPHYTA GmbH, Inselstraße 12, D-23999 Malchow; e-mail: peterlueth@prophyta.com

Das biologische Nematizid BioAct WG besteht aus den Konidien des Pilzes Paecilomyces lilacinus (Stamm 251), die als wasserlösliches Granulat formuliert sind. Das Produkt wurde in zahlreichen Versuchen in Spanien, Italien, den USA und andere Ländern getestet. Dabei zeigte sich, dass die Wirkung im starken Maße von den Applikationsbedingungen abhängig ist. Durch die erste Applikation bereits vor der Pflanzung müssen die Konidien des wirksamen Pilzes gleichmäßig im Boden verteilt werden und zwar insbesondere dort, wo sich nach der Pflanzung die Wurzel ausbilden wird. Eine Applikation des Mittels über die gesamte Fläche sowie Einarbeitung in den gesamten oberen Bodenhorizont hat sich als weniger wirksam erwiesen, da das Präparat im Vergleich zu einer punktgenauen Applikation hierbei wesentlich stärker im Boden verdünnt wird. Besser ist eine Gieß- oder Sprühapplikation gefolgt von einer Einregnung genau an den Stellen, an denen später die Pflanzen in den Boden gesetzt werden. In Spanien wurde sogar die Tröpfchenbewässerung für eine Applikation schon vor der Pflanzung verwendet. Durch die Anwendung von BioAct WG wurden zum Teil Wirkungsgrade erzielt, die die Wirkungsgrade der chemischen Nematizide übersteigen oder gleich hoch sind. So konnte die Schädigung von Gurkenwurzeln in einem Versuch in Spanien um 66 bzw. 78 % verringert werden. Obwohl die Applikation nicht optimal durchgeführt wurde, war in einem Versuch in Italien eine signifikante Ertragserhöhung an Tomate von 29 % nachweisbar. Damit war die Wirkung von BioAct WG besser als die Wirkung des chemischen Vergleichspräparates Mocap (Ethoprop, Organophosphat). In einem Versuch in Costa Rica konnte eine Ertragserhöhung bei Bananen durch den Einsatz von BioAct von ca. 13,5 in der unbehandelten Kontrolle auf über 20 kg pro Pflanze in der BioAct-Variante erreicht werden. Diese Ertragserhöhung war gleichzusetzen mit dem in der chemischen Variante erzielten Ergebnis


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25 Einfluss eines neuartigen Kapselmaterials für Hirsutella rhossiliensis zur Bekämpfung von Heterodera schachtii an Zuckerrüben

Slaats, B.1, Patel, A.2, Beitzen-Heineke, W.3, Müller, J.1, Hallmann, J.1; 1Slaats, Brigitte Elisabeth, Dipl.-Ing. agr., Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA), Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde, Toppheideweg 88, D-48161 Münster, 2Patel, Anant, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), Institut für Technologie und Biosystemtechnik, Bundesallee 50, D-38116 Braunschweig, 3Beitzen-Heineke, Wilhelm, Dipl.-Ing. agr., BIOCARE GmbH, Dorfstr. 4, D-37574 Einbeck

Auf Basis nachwachsender Rohstoffe wurde ein Guargumderivat als Kapselmaterial für die Verkapselung des nematophagen Pilzes Hirsutella rhossiliensis ausgewählt. Bisher gab es für diesen Pilz, der zahlreiche pflanzenparasitäre Nematoden befällt, noch keine geeigneten Freisetzungstechniken. Die kommerzielle Nutzung dieses Pilzes setzt eine entsprechende Formulierung voraus. In einem Gemeinschaftsprojekt der BBA mit FAL, KWS und BIOCARE werden nachwachsende Rohstoffe als Kapselmaterialien, Pilliermaterialien, Fermentationsmedien und Trocknungshilfsmittel für biologische Schädlingsbekämpfungs-mittel eingesetzt. An der BBA wurde ein Derivat von Guargum, das im Screeningprozess gute Ergebnisse in Hinsicht auf Kapselbildung, pH-Wert, Toxizität sowie Rückquellung erzielt hat, auf seine Eignung als Kapselmaterial für den nematophagen Pilz H. rhossiliensis in Wirksamkeitstests untersucht. Die Effektivität trockener Guargum MF + PA Pilzkapseln mit 1 % und 10 % Pilzgehalt gegen Heterodera schachtii an Zuckerrüben cv. Penta wurden in Topfversuchen untersucht. Die Versuche wurden sowohl in gedämpfter als auch in ungedämpfter Erde durchgeführt. Zur Auswertung des Nematodenbefalls wurde die Anzahl der Zysten und die darin enthaltenen Eier und Larven, sowie das Gewicht der oberirdischen Pflanzenteilen erfasst. Beide Kapseltypen zeigten eine zufriedenstellende Wirkung. Bei den Topfversuchen in gedämpfter Erde senkte die Applikation von trockenen Guargum MF + PA Pilzkapseln mit 1 % und 10 % Pilzgehalt die Anzahl Eier und Larven pro 100 g Erde um mehr als 86 % im Vergleich zur inokulierten, unbehandelten Kontrolle. Parallel zur Nematodenreduzierung wurde das Pflanzenfrischgewicht um mehr als 24 % erhöht. In ungedämpfter Erde wurde das Pflanzenfrischgewicht durch die Pilzkapselapplikation ebenfalls deutlich erhöht und die Anzahl Eier und Larven pro 100 g Erde um > 40 % im Vergleich zur inokulierten, unbehandelten Kontrolle reduziert. Die Arbeiten zur Optimierung werden fortgesetzt.


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Last modified: Tue Jun 7 00:37:42 CEST 2005