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Zum Einfluß von Applikationstechnik auf die biologische Wirkung von Pflanzenschutzmitteln erste Ergebnisse AckerbauReinhard Frießleben, AgrEvo GmbH, Hessendamm 1-3, 65795 HattersheimDurch die erfolgreiche Einführung von Injektordüsen (z.B. TD; ID oder AI) wurde ein bedeutender Beitrag zur Driftreduzierung geleistet. Das veränderte Tropfengrößenspektrum wirft jedoch die Frage auf, ob in allen Indikationen gleiche Wirkungen im Vergleich zu bisherigen Standardflachstrahldüsen (z.B. XR, LU) erzielt werden können. In umfangreichen Feldversuchen der Firma AgrEvo wurden diese Düsen bei praxisüblichen Bedingungen mit verschiedenen Wasseraufwandmengen gegeneinander geprüft. Deutlich reduzierte Mittelaufwandmengen sowie Applikation der Mittel unter erschwerten Bedingungen sollten die Differenzierung der verschiedenen Düsentypen erleichtern. Die Ergebnisse zeigen in der überwiegenden Zahl der Indikationen keinen signifikanten Einfluß der Düsentechnik auf die biologische Wirkung der geprüften Pflanzenschutzmittel. Bessere Wirkungen wurden dort erreicht, wo indikationsspezifisch eine bessere Bestandsdurchdringung erforderlich ist (z.B. Unkrautbekämpfung Getreide ab EC 29). Bei sehr kleinen und aufrechtstehenden Zielflächen kann mit blattaktiven Wirkstoffen wurden geringfügig reduzierte Wirkungsminderung bonitiert. Die Wasseraufwandmengen hatten in den Versuchen häufig einen größeren Einfluß auf die biologische Wirkung als die verwendeten Düsentypen. Die vom Pflanzenschutzmittelhersteller empfohlenen Wasseraufwandmengen gelten daher auch für den Einsatz von Injektordüsen.
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Einsatz von Fungiziden mit LuftfahrzeugenJörg Pape, Rudolf-Virchow-Straße 22, 98257 SuhlDie Applikation von Pflanzenschutzmitteln durch Luftfahrzeuge hat in der Landwirtschaft in Deutschland eine lange Tradition. Nachdem Anfang der 90-er Jahre der Umfang der agrochemischen Leistungen stark zurückging, nimmt er in Düngung und Pflanzenschutz seit einigen Jahren wieder deutlich zu.
Vorgestellt wurde die Applikation des Fungizids Tiptor, 1 l/ha, zur Ährenbehandlung im Winterweizen mit dem Helikopter ASS 350 B2, ausgestattet mit der Spritzeinrichtung Simplex 5100. Bei einer Flughöhe von 0,5 bis 2 m über der Zielfläche und einer Arbeitsgeschwindigkeit von 55 km/h wurden pro ha 55 bis 60 l Spritzbrühe bei guter Querverteilung ( gemessen mit wassersensitivem Papier ) appliziert. Hohe Schlagkraft, geringe Wassermenge, punktgenauer Einsatz von Ährenfungiziden, hohe Wendigkeit des Helikopter, keine Aufwendungen für Start- und Landeflächen, keine Fahrspuren, keine Pflanzenschäden, gute Querverteilung bei geringer sichtbarer Abdrift sind die Vorteile des Einsatzes dieses Fluggerätes, das auch 1999 zur Blütenbehandlung im Raps mit Derosal und anderen Fungiziden zum Einsatz kommen wird. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Sachgerechte Einstellung und Handhabung von Sprühgeräten im WeinbauRoland Ipach, SLFA, Breitenweg 71, D-67435 Neustadt a.d.W.Eine sachgerechte Geräteeinstellung ist die wichtigste Grundlage, um die Benetzung der Reben mit Pflanzenschutzmitteln zu verbessern und somit die Wirkung der Rebschutzmaßnahmen zu optimieren. Gleichzeitig werden die Umweltbelastungen durch Abtrift und Bodenkontamination vermindert. Die exakte und dem Wuchs der Reben angepaßte Einstellung von Weinbausprühgeräten erfolgt grundsätzlich in der Rebanlage. Zur Anpassung an die Laubwandhöhe werden die Luftleitbleche dem Vegetationsfortschritt entsprechend nachgestellt und weitere Düsenpaare zugeschaltet. Zweckmäßigerweise wird eine Probespritzung mit Wasser durchgeführt. Die Einstellung umfaßt folgende Arbeitsgänge:
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Bewertung der Toxizität bei Wasserorganismen und Auswirkungen im ZulassungsverfahrenH. Koch, Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz, MainzNachdem im Laufe der letzten 15 Jahre die Zahl der für den Obstbau ausgewiesenen Anwendungsgebiete (Insektizide) von 265 auf 69, und die Zahl der ausgewiesenen insektiziden Wirkstoffe von 41 auf 24 zurückgegangen ist, sieht sich die Praxis in einer bedrohlichen Situation. Insbesondere selektive Insektizide sind nicht verfügbar. Aus dieser Entwicklung resultiert insbesondere eine Gefährdung für die Umwelt, denn die jahrelangen Bemühungen von amtlicher Beratung und Praxis um die Etablierung des integrierten Obstbaus sind damit nicht länger aufrecht zu erhalten. Inzwischen stehen für Schädlinge, wie Pflaumenwickler keine Präparate mehr zur Verfügung. Für Wicklerarten an Apfel ist die Situation ebenfalls kritisch. Dies betrifft 70 000 ha Obst in Deutschland! Ursachen für diese Entwicklung ist die im Zulassungsverfahren praktizierte Vorgehensweise der Bewertung der "aquatischen Toxizität", d.h. den angewendeten Vorsorgemaßnahmen zum Schutz aquatischer Organismen in Oberflächengewässern. Die Bewertungsbehörden berufen sich auf die Regelungen der Richtlinie 91/414 EWG, die insbesondere im Anhang VI (Einheitliche Grundsätze) strenge Forderungen setzt. Allerdings wird im Anhang III auch die Forderung nach "realistischen Bewertungen" ausdrücklich betont. Bemerkenswert ist, daß in anderen EU-Mitgliedstaaten, die Situation wesentlich entspannter ist. Dies zeigt, deutsche Bewertungsbehörden nutzen ihren Spielraum nicht in dem Maße, wie dies in den anderen Ländern geschieht. Bei der Analyse der einzelnen Schritte des Bewertungsverfahrens wird deutlich, daß diese Schritte jeder für sich einen "worst case" oder zumindest eine verschärfte Betrachtung darstellen. So werden insbesondere die in die Kalkulation eingehenden Abdrifteckwerte in überzogenem Maße berücksichtigt. Weil bei der Bewertung von Abdrift kein Null-Wert vorgesehen ist, sondern Abdrift auch noch über große, unrealistische Entfernungen und in jedem Applikationsfall angenommen wird, werden heute Zulassungen verweigert oder mit gravierenden Restriktionen ausgewiesen. Abdrift wird grundsätzlich bei jeder Applikation als in hohem Maße relevant eingeschätzt. Andererseits zeigen Studien, daß Abdrift ein eher untergeordneter Eintragspfad in Gewässer ist. Die Bewertungsbehörden müssen sich deshalb fragen lassen, ob ihre Entscheidungen noch wissenschaftlich begründet sind. Eine Korrektur dieser Entwicklung ist ohne Verlust an Schutzniveau für Gewässerorganismen möglich und notwendig, um Obstbau in Deutschland wieder legal zu ermöglichen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Korrosives Verhalten von Spritzflüssigkeiten in Abhängigkeit vom pH-WertJürgen Norden, Somborner Str. 97, 44894 BochumDie korrosiven Eigenschaften eines Mediums hängen entscheidend von seinem pH-Wert ab. Bei der Korrosion richtet sich das Interesse auf den Schutz der Behälterwand. Vor Materialzerstörung schützende Materialablagerungen können hier erwünscht sein. Im Gegensatz dazu sind bei der Reinigung von Feldspritzgeräten Fragen des Aufwandes zur Entfernung des aus der Spritzflüssigkeit stammenden und angelagerten Materials Gegenstand von Untersuchungen. Im sauren Bereich vollzieht sich gleichmäßige berechenbare Korrosion, die mit sinkendem pH-Wert zunimmt. Beim Übergang zum neutralen und alkalischen Bereich nimmt der Flächenabtrag ab. Im Übergangsbereich tritt unberechenbarer Lochfraß auf. In AHL kommt unter praktischen Bedingungen der gesamte pH-Bereich vor. Inhibitoren unterschiedlicher Wirkungsweise vermeiden die Korrosion. Zusatz von Phosphatdüngerlösung bildet begrenzt schützendes Eisenammoniumphosphat. Der Düngerzusatz ist toxikologisch unproblematisch. Abwaschen des Belages dürfte nur sehr unvollständig gelingen. Bei nicht passivierender Inhibierung bilden die in Spritzflüssigkeit vorhandenen Substanzen einen schwer abwaschbaren Film. Dieser adhärierende Flüssigkeitsfilm erhöht im Grenzschichtbereich die Viskosität und vermutlich auch die Adsorption. Die Diffusionsgeschwindigkeit durch die abgelagerte Schicht wird herabgesetzt. Gewonnene Daten können für die Interpretation der Gerätereinigung hilfreich sein. Zu den Adsorptionsinhibitoren gehört u.a. Thioharnstoff, der einen besonders fest haftenden Belag bildet und die Korrosion schon in einer Konzentration von <103 mol/l vermeidet und auch als Pflanzennährstoff anzusehen wäre. Abwaschen des Belages dürfte kaum möglich sein. Rhodanide und Zyanide. Sie gehen mit dem Eisen Verbindungen ein (Eisen-III-Rhodanid, Hexazyanoeisenkomplex), die unabwaschbar als Schutzschicht dienen. Toxikologische Gründe schließen ihren Einsatz im Blattdüngerbereich aus. WAS (Waschaktive Substanzen): Sie werden recht häufig auch als Formulierungshilfsstoffe verwendet. Einige dieser Präparate setzen die Oberflächenspannung der Spritzflüssigkeit herab. Der Korrosionsschutz wird für Transportbehälter benutzt. Bei ihrer Gegenwart dürfte sich die Gerätereinigung besonders günstig gestalten. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bodenbelastung durch Pflanzenschutzmittel im Weinbau:Herkömmliches Applizieren vs. Recyclingtechnik.Ing. Gerhard Rödler. Bundesamt und Forschungszentrum für Landwirtschaft-WienAm Zustandekommen von Belastungen des Bodens durch Pflanzenschutzmittel - wobei im gegenständlichen Fall ausschließlich die Pflanzenschutzmittelsedimentation im behandelten Areal zu verstehen ist - können verschiedenste Faktoren, wie z. B. Brüheaufwand/ha, Kulturzustand, Applikationsart, Düsenwahl, Fahrgeschwindigkeit, Wetterbedingungen, Abtrift sowie Abtropfverluste sowohl während als auch nach der Applikation, verantwortlich zeichnen. Da diese Bodenbelastungen umweltbelastend sind, sollten sie verhindert bzw. wesentlich minimiert werden. Das BFL-Wien beschäftigt sich nunmehr seit 1995 mit dem Erfassen dieser Bodensedimentationen. Wie schon wiederholt veröffentlicht, wird das jeweilige Ausmaß dieser Umweltbelastungen mittels eines Lebensmittelfarbstoffes als Markierstoff (Tracer), der der Spritzflüssigkeit zugesetzt wurde und während der Applikation auf beschichteten Filterpapierbahnen aufgefangen wurde, sichtbar gemacht (Schulen, Landwirte) und auch chemisch ausgewertet. Dabei wurden die Ergebnisse der herkömmlichen Applikationen mit jenen der Recyclingtechnik (Tunnelspritzgeräte) in Relation gesetzt. Es zeigte sich, daß die Ausbringung mit den Recyclinggeräten im Durchschnitt nur ein Fünftel der Belastung ( Extinktionswerte) gegenüber jener mit Gebläsesprühern erbrachte. Im Abschlußjahr 1998 wurde die den Boden tatsächlich belastenden Pflanzenschutzmittelmengen/Flächeneinheit ermittelt, wobei aus den Extinktionswerten auf die Flüssigkeitsmengen (l/m2, l/ha), die während und auch noch nach der Applikation auf den Filterpapierbahnen aufgefangen wurden, rückgeschlossen werden konnte. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Probleme mit Prüfanschlüssen bei der Pflanzenschutzgerätekontrolle im ZweijahresturnusA. Schenk, Bayer. Landesanstalt für Bodenkultur und Pflanzenbau, Postfach 1641, 85316 FreisingSeit 1988 bestehen genaue Vorgaben (Merkmale) der BBA für Prüfanschlüsse zur Pumpenvolumenstrom- Manometer- und Durchflußmesserprüfung an Pflanzenschutzgeräten. Die Gerätehersteller verpflichten sich, bei der Abgabe der Erklärung gegenüber der BBA alle in Deutschland auszuliefernden Geräte mit diesen Prüfanschlüssen auszustatten bzw. entsprechende Adapter vorzuhalten. In der Praxis ist dem leider dann doch oft nicht so. Dadurch wird die Gerätekontrolle zusätzlich erschwert und erheblich verteuert. Je nach Prüfumfang eines Kontrollbetriebes müssen derzeit bereits bis zu 100 verschiedene Anschlußstücke (reiner Materialwert rund DM 3.000,--) vorgehalten werden. Das kann und darf so nicht weitergehen. Nur wenige Hersteller haben geeignete Prüfanschlußmöglichkeiten an ihren Geräten und erfüllen die BBA-Merkmale. Zu diesem Thema Prüfanschlüsse sind bei der LBP massive Beschwerden von mehreren Kontrollbetrieben und Landwirten eingegangen. Es besteht also dringender Handlungsbedarf seitens der Hersteller und der BBA. Kaufinteressenten von neuen Pflanzenschutzgeräten kann deshalb nur empfohlen werden, nur noch Geräte zu kaufen, bei denen der Anschluß von Kontrolleinrichtungen entsprechend den Merkmalen der BBA möglich ist. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Pflanzenbauliche und betriebswirtschaftliche Wertung der Pflanzenschutzmaßnahmen im LVG BBGDr. R. Schubert, Lehr- und Versuchsanstalt für Acker- und Pflanzenbau (LVA), 06406 Bernburg, Strenzfelder Allee 22Im standortbedingten Trockengebiet der Magdeburger Börde werden auf den rd. 630 ha LF des Lehr- und Versuchsgutes (LVG) der LVA Bernburg pro Jahr ca. 5...6 Behandlungen zu Maßnahmen des Pflanzenschutzes und der Flüssigdüngung durchgeführt. Übersicht zu ausgewählten Kosten und Erlösen sowie zur Wirtschaftlichkeit von PS-Maßnahmen 1997/98 im LVG Bernburg:
* Bittersalz Der fehlende Niederschlag begrenzt nicht nur das Ertragsniveau, sondern gestattet auch Einschränkungen speziell beim Fungizideinsatz, der sich fast ausschließlich auf das Getreide, mit ca. 60 % Anbauumfang, erstreckt. Der PSM- Einsatz ist mit 145.-...150.- DM/ha niedrig und liegt unterhalb des Durchschnittsverbrauchs anderer erfolgreicher Marktfruchtbetriebe der Region. Eine monetäre Wichtung der Pflanzenschutzmaßnahmen am Betriebsergebnis vorzunehmen, ist bekanntermaßen schwierig. Dennoch wird ein Versuch dazu mit folgender Übersicht unternommen: Kostenminimierungen, wie beim PSM- Verbrauch schon erwähnt, bleiben deshalb oberstes Gebot. Weitere Möglichkeiten bieten sich in technologischer Hinsicht:
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Welche pflanzenschutztechnischen Probleme ergeben sich aus den Ergebnissen der Gerätekontrolle im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern?Ulrich Tilinski, Landespflanzenschutzamt, Mecklenburg-VorpommernDie mehrjährig vorliegenden Ergebnisse der Feldspritzgerätekontrolle belegen einen zunehmenden Verschleiß bei wichtigen Bauteilen, deren Ursache in den jährlichen hohen Einsatzleistungen je Gerät (ca. 2.500 ha) gesehen werden. Obwohl immer mehr Landwirte eine jährliche Überprüfung ihrer Spritzgeräte vornehmen lassen, ist die Abnahme der Anzahl der Geräte, die bereits bei der Anlieferung zur Überprüfung ohne Mängel waren, ein deutliches Zeichen für ungenügende Pflege und Wartung durch den Gerätebediener. Dieser Trend ist durch Schulungsmaßnahmen zu stoppen, zumal mit zunehmendem Alter der Geräte der Wartungs-bedarf ansteigt. Der hohe Leistungsumfang je Gerät ist ein Indiz dafür, daß der Gerätebestand im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern noch nicht ausreichend ist, um alle Pflanzenschutzmaßnahmen zu den jeweils optimalen Behandlungsterminen realisieren zu können. Allein aus der Tatsache, daß die in den Regeln der guten fachlichen Praxis geforderte Fahrgeschwindigkeit von 6 km/h z. T. deutlich überschritten wird, kann ein zusätzlicher Gerätebedarf von ca. 25 % prognostiziert werden. Außerdem wird in den landwirtschaftlichen Großunternehmen gegenwärtig begonnen, die verschlissene Feldspritztechnik zu erneuern. Beim Neukauf von Geräten geht der Trend zum Großgerät mit erweiterten Arbeitsbreiten, wobei häufig die Wahl auf selbstfahrende PS-Maschinen fällt.Eine Analyse der Mängelhäufigkeit zwischen den Geräten verschiedener Hersteller ergab deutliche Unterschiede im Vergleich zur durchschnittlichen Mängelhäufigkeit im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Diese Analyse verleitet zu der Schlußfolgerung, daß die Eignung der Produktpalette einzelner PS-Geräte-Hersteller für den Einsatz in landwirtschaftlichen Großbetrieben nicht immer gegeben erscheint. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Teilflächenspezifische Applikation - Stand der EntwicklungGerhard Wartenberg, Institut für Agrartechnik Bornim e.V. 14469 PotsdamSeit Jahren streben Forschung und Entwicklung nach Komplettlösungen für die teilflächenspezifische Anwendung von Dünge- und Unkrautbekämpfungsmitteln. Wesentliche Hinderungsgründe für die Praxiseinführung sind neben technischen Unzulänglichkeiten auch das Fehlen wirtschaftlicher technikgestützter Verfahren zur Boden- und Bewuchsanalyse. Gegenwärtige Techniken beruhen auf absätzigen Stichproben-Boniturverfahren. Sie erfordern in getrennten Arbeitsgängen das ortskorrelierte Erfassen und Berechnen der Unkrautverteilung, Erstellen von digitalen Applikationskarten sowie ortskorrelierte Steuern der Feldspritze. Das Erstellen von Unkrautverteilungskarten ist zeitaufwendig. Es verursacht Kosten, die unter den gegenwärtigen Anwendungsbedingungen auch durch Einsparungen bei der Applikation (nach mehrjährigen Felduntersuchungen 15 bis 30 DM/ha) nicht egalisiert werden können. Wirtschaftliche Effekte des Teilflächenspritzens entstehen hauptsächlich durch die zielgerichtete Verteilung des Herbizids nach der Unkrautintensität. Die Dosierung des Herbizids wird unter Ausnutzung mittelabhängiger Wirkungsspektren nach Schadensschwellen dem Unkrautwuchs angepaßt. Hierbei können Unkrautbekämpfungsmittel nur soweit reduziert werden, daß sich im Zusammenwirken mit der Konkurrenzwirkung des Kulturpflanzenbestandes die Samenproduktion von Unkräutern trotzdem unterbinden läßt. Techniken zum automatisierten Erkennen von Unkrautarten, wie die digitale Bildverarbeitung nach speziellen Auswertealgorithmen und selektive Spektrometrie, werden wahrscheinlich langfristig noch keine praktische Anwendungsreife erlangen. Seit längerem werden Fotosensoren für die Detektion von Unkräutern zur Applikation von Totalherbiziden genutzt. Untersuchungen entsprechender Sensoren für die Unkrautzählung im Online-Betrieb an Feldfahrzeugen stehen erst am Anfang. Ergebnisse von Unkrautaufnahmen zeigen, daß interpretierbare Zusammenhänge zwischen den aufgenommenen Meßergebnissen und der Unkrauthäufigkeit zu erreichen sind (Bild 1).
![]() Bild 1: Vergleich des Unkrautaufkommens zwischen Sensor- und Handzählung in Mais | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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