![]()
Aktuelles
Ziele und Aktivitäten Adressen Mitgliedschaft Nachwuchs Auszeichnungen der DPG Publikationen Arbeitskreise Pflanzenschutztechnik Tagung 2005 (Abstracts) Tagung 2004 (Abstracts) Tagung 2003 (Abstracts) Tagung 2002 (Abstracts) Tagung 2001 (Abstracts) Tagung 2000 (Abstracts) Tagung 1999 (Abstracts)Landessprecher Tagungen und Termine Links
Seiten für Mitglieder: Vademecum online |
Arbeitskreis
|
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Wirkstoffaufnahme während und nach dem Auftrocknen der Spritzflüssigkeit und der Einfluß von Temperatur und LuftfeuchtePeter Baur, Bayer AG, Landwirtschaftszentrum, Alfred-Nobelstr. 50, 40789 MonheimBei der Wirkstoffaufnahme nach Spritzapplikation lassen sich grob zwei Phasen unterscheiden, nämlich der Zeitraum während der Verdunstung von Wasser und eventuell Lösungsmitteln aus der Spritzflüssigkeit und der nach Ausbildung des Spritzbelages. Die Aufnahmeraten für anfangs gelöste Wirk- und Zusatzstoffe nehmen während der Verdunstung stark zu. Bei gut wasserlöslichen Wirkstoffen ist diese Zunahme weit stärker, weil die treibende Kraft für die Aufnahme erst bei Erreichen der Sättigungskonzentration maximal wird. Neben diesen Konzentrationseffekten nehmen die Raten auch durch die Aufnahme von Lösungsmitteln und/oder Additiven in die Kutikula schnell zu, wenn diese die Durchlässigkeit der Kutikula erhöhen. Die Verdunstung von Wasser läßt sich aus der Tropfengröße bzw. nach Deposition auf der Blattoberfläche aus der durchschnittlichen ungerührten Luftschicht sowie der Taupunktdifferenz schätzen, und liegt oft im Bereich von Minuten bis zu höchstens einer halben Stunde. Wegen der sehr schnellen Verdunstung von Wasser und anderer flüchtiger Bestandteile der Spritzflüssigkeit ist der Anteil der Wirkstoffaufnahme aus dem Tropfen bei einem bezüglich der Aufnahme optimierten Produkt für die Gesamtaufnahme unbedeutend. Der Effekt der Umweltfaktoren Temperatur und relative Luftfeuchte auf die Aufnahme aus dem Spritzbelag ist ungleich größer. Mit Temperaturkoeffzienten zwischen drei und zehn ist die Temperaturabhängigkeit der Stoffaufnahme viel ausgeprägter als etwa die der Verflüchtigung der Substanzen. Ursächlich dafür ist die exponentielle Zunahme der Wirkstoffbeweglichkeit in der Kutikula mit steigender Temperatur. Die Luftfeuchte hat keinen Einfluß auf die Durchlässigkeit der Kutikula, kann aber die Aufnahme von gut und schlecht wasserlöslichen Wirkstoffen über die Verfügbarkeit im Spritzbelag beeinflussen. Man beobachtet dabei meist eine Zunahme der Aufnahmeraten mit der relativen Luftfeuchtigkeit. Dies liegt daran, dass hydrophile Wirkstoffe aus dem festen Belag in Lösung gehen und damit besser (mehr) verfügbar sind, während sich mit hydrophoben Wirkstoffen durch die hohe Luftfeuchtigkeit das Verteilungsgleichgewicht vom Spritzbelag in Richtung Kutikula bzw. Blatt verschiebt. Der Einfluß von Formuliertyp bzw. speziellen extra zugesetzten Additiven ist erheblich. Grundsätzlich lassen sich nachteilige Wirkstoffeigenschaften und Umweltbedingungen durch in die Formulierung eingebaute oder als Tankmischung zugesetzte Additive zumindest teilweise kompensieren.
| |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Einfluss von Applikationstechnik auf die biologische Wirksamkeit von PflanzenschutzmittelnDr. Reinhard Frießleben, Aventis CropScienceDurch die breite Einführung von Luftinjektordüsen (z.B. AI; ID; TD) bei der Applikation von Pflanzenschutzmitteln im Feldbau konnte ein bedeutender Beitrag zur Driftreduzierung geleistet werden. Diese Driftreduzierung wird durch ein deutlich vergrößertes Tropfenspektrum erreicht. In umfangreichen Feldversuchen wurden bei optimalen meteorologischen Bedingungen, optimaler gerätespezifischer Einstellung und suboptimalen Einsatzbedingungen von Pflanzenschutzmitteln (Dosierung, Termin, Befallsstärke, Spritzintervalle) die Wirkung von Luftinjektordüsen im Vergleich zu Standarddüsen (z.B. XR, LU) bewertet. Insgesamt wurden 146 Vergleiche in den Indikationen Herbizide (Getreide, Zuckerrüben, Mais, Raps) und Fungizide (Getreide, Kartoffel)bei Aventis CropScience, BASF, LA Stuttgart und LK Hannover durchgeführt. Der bisherige Standard (XR / LU) wurde bei der Bewertung = 100 gesetzt und die erzielten Wirkungen bei Verwendung von Luftinjektordüsen relativ dazu verglichen. Die vorhanden umfangreiche Datenbasis zeigt im Vergleich der geprüften Indikationen keine gesicherten Unterschiede zwischen beiden Düsentypen. Grobtropfige Applikationen von Pflanzenschutzmitteln haben also in der Mehrzahl der Versuche zu keinen signifikanten Wirkungsbeeinflussungen geführt. In folgenden Indikationen waren Injektordüsen dem bisherigen Standard geringfügig unterlegen: Graminizide (sehr frühes Behandlungsstadium BBCH 11 - 13); Fusariumkontrolle Weizen BBCH 55-59). In den Indikationen Fungizide (Getreide Blattbereich und Kartoffel) sowie Herbizide (späteres Entwicklungsstadium der Kultur) zeigten Injektordüsen geringfügig verbesserte Wirkungen. Dies wird aus dem zielflächenspezifischen Anlagerungs- und Penetrationsverhalten von gröberen Tropfen erklärt. Aus Sicht der biologischen Wirkung können daher nur begrenzt indikations- und wirkstoffspezifischen Düsenempfehlungen abgeleitet werden. Aufgrund der Komplexität des Anlagerungsprozesses bei Applikationen unter Freilandbedingungen sind endgültige Bewertungen von technischen Fragestellungen nur auf Basis einer hinreichenden Anzahl von Versuchen vorzunehmen. Labor- und Gewächshausversuche können nicht zur Ableitung applikationstechnischer Praxisempfehlungen herangezogen werden. Die zusammengefassten Ergebnisse unterstützen den Einsatz von Luftinjektordüsen im Feldbau aus biologischer Sicht und sollen die Beratungssicherheit bei Düsenempfehlungen erhöhen. | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Innenreinigung von PflanzenschutzgerätenBericht aus der Arbeit des ISO/TC 23/SC 6/WG 6:
Heinz Ganzelmeier Die Aktivitäten zur sachgerechten Reinigung von Pflanzenschutzgeräten haben zwischenzeitlich Eingang in die Beratung und in die technische Ausstattung von neuen Pflanzenschutzgeräten genommen. Neue Pflanzenschutzgeräte müssen deshalb grundsätzlich mit einem Zusatzwasserbehälter zum Zwecke der Innen- und Außenreinigung des Gerätes ausgestattet sein, über eine Behälterinnenreinigungseinrichtung verfügen und einen Anschluß für die Außenreinigung (mit Bürste oder Spritzpistole) aufweisen. Für eine wirksame, zeit- und wassersparende Außenreinigung sind in der Arbeitsgruppe "Gerätereinigung2 noch weitere Untersuchungen verabredet worden. Nachdem zur Innenreinigung von Pflanzenschutzgeräten in Deutschland weitgehend Klarheit besteht, wurde hierzu von deutscher Seite bei der ISO ein Normungsvorhaben angeregt. Dieser Vorschlag wurde von den übrigen Mitgliedern unterstützt und die deutsche Seite daraufhin mit der Leitung einer Arbeitsgruppe "Testmethod for tank inside cleaning (Arbeitsgruppe 6)" beauftragt. Diese Arbeitsgruppe hat am 20./21. Januar 2000 ein erstes Arbeitstreffen bei der Biologischen Bundesanstalt durchgeführt. Es wurde eine Testmethode erarbeitet die von einem mit einer 1 %igen Suspension aus OB 21 (Cupravit) befüllten Gerätetank ausgeht. Nach einer simulierten Leerspritzung wird diese Innenreinigungseinrichtung aktiviert und das gesamte hierbei entstehende Spülwasser in einem Behälter (A) aufgefangen. Das hierbei von der Innenoberfläche nicht abgelöste OB 21 wird in einem zweiten Schritt mit einem handgeführten Hochdruckreiniger entfernt und in einem zweiten separaten Behälter (B) aufgefangen. Eine gute Reinigungsleistung gilt als dann erreicht, wenn bei der Hochdruckreinigung nur noch eine geringe Kupfermenge von den Oberflächen der Wandungen abgelöst wird. Derzeit wird noch überprüft, ob eine Antrocknung der OB 21-Spritzflüssigkeit auf den Innenoberflächen zu einer noch deutlicheren Differenzierung der Reinigungsleistung von Behälterinnenreinigungseinrichtungen beitragen kann. Anlässlich der nächsten Sitzung am 4./5. April 2000 werden diese Ergebnisse dem ISO/TC 23/SC 6 - Gremium vorgetragen. | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
ID-Düsen im Obstbau - biologische Wirksamkeit im Vergleich zu HohlkegeldüsenDr. Heinkel, Lechler GmbH + Co.KGDie Anwendungstechnik im Obstbau steht durch die Verschärfung des Pflanzenschutzmittelgesetzes im Mittelpunkt des Interesses von Praxis und Beratung. Konkret heißt dies, daß viele Pflanzenschutzmittel nur noch mit verlustmindernden Geräten ausgebracht werden dürfen. Dadurch stehen viele für die Praxis wichtigen Mittel nicht mehr zur Verfügung. Zur Zeit wird an einem Abdriftmeßprogramm im Obstbau an verschiedenen Standorten unter Einbeziehung von Injektorflachstrahldüsen mit der Zielsetzung zur Anerkennung als verlustmindernde Technik gearbeitet. Im Vordergrund steht für den Anwender nach wie vor die Frage nach der biologischen Wirksamkeit und Bestandesdurchdringung von grobtropfigen ID-Injektorflachstrahldüsen im Vergleich zu feintropfigen Hohlkegeldüsen. An verschiedenen Standorten wurden Versuche mit schorfempfindlichen Apfelsorten "Golden Delicious", "Braeburn" und "Elstar" angelegt. Nach den vorliegenden Ergebnissen lassen sich bei grobtropfiger Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln mit ID-Injektorflachstrahldüsen die gleiche in der Tendenz sogar bessere biologische Wirksamkeit im Vergleich zu den bisher üblichen feintropfigen Hohlkegeldüsen ableiten. Die Bestandesdurchdringung und somit die Belagswerte sind mit ID-Düsen in den Baumsegmenten Stamm, 30 cm und 60 cm vom Stamm sehr gleichmäßig. Spritzfleckenbildung war durch visuelle Kontrolle nach grobtropfiger Applikation mit ID-Düsen in Elstar kurz vor der Ernte bei Verwendung nicht sichtbar. Das Ziel einer deutlichen Abdriftreduktion im Obstbau läßt sich somit einfach und praktikabel mit ID-Injektorflachstrahldüsen erreichen. | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Verschleißverhalten von Pflanzenschutz-InjektordüsenHarald Kramer & Prof. Dr. S. Kleisinger, Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim, Garbenstr. 9, 70599 Stuttgart, email: harry@uni-hohenheim.deIm Rahmen einer Diplomarbeit wurde ein Prüfstand (siehe Abbildung) zur Untersuchung des Verschleißverhaltens von Pflanzenschutzdüsen eingerichtet. Dieser Prüfstand soll hauptsächlich im Bereich der Grundlagenuntersuchungen eingesetzt werden. Hierbei ist neben dem Düsenverschleiß das Verschleißverhalten diverser abrasiver Mittel von besonderem Interesse. Zum einen sollen standardisierte Verschleißmittel untersucht werden, und zum Anderen sollen auch ökologische Präparate in den Versuchsplan mit aufgenommen werden. Als Maß für den Düsenverschleiß wird die relative Zunahme des Volumenstromes in % und die Zunahme des Variationskoeffizienten VK der Querverteilung (10 cm Rinnenblech) betrachtet. Erste Vorversuche wurden mit Injektordüsen der Typen ID, TD und AI mit einer 1%igen OB21 Suspension über 192 Stunden bei einem Betriebsdruck von p=5 bar und einer Flüssigkeitstemperatur von 20° C durchgeführt. Die gewonnenen Ergebnisse stellen nur einen ersten Anhaltspunkt dar, um der Modifikation des Prüfstandes während der Versuchsphase gerecht zu werden, so dass von einer Darstellung in diesem Zusammenhang abgesehen wird. Die Standardisierung der Versuchsdurchführung ist notwendig, um einen Vergleich unterschiedlicher Düsen und Düsenwerkstoffe zu ermöglichen. Ebenso gilt es den Einfluss der Temperatur und des Betriebsdruckes in weiteren Versuchen eingehend zu untersuchen.
![]() | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Neues über die periodische Kontrolle von Pflanzenschutzgeräten ab dem Jahr 2000 in ÖsterreichH. Neururer, Universität für Bodenkultur, WienG. Rödler, Bundesamt und Forschungszentrum für Landwirtschaft, Wien
Die periodische Kontrolle von Spritz- und Sprühgeräten
wurde bisher in Österreich nicht ausreichend durchgeführt. Es besteht zwar in
einigen Bundesländern eine gesetzliche Verpflichtung hiefür; die
Landesregierungen haben aber bisher keine Durchführungsbestimmungen erlassen. Geräte die nur im Eigenbetrieb verwendet werden müssen jedes dritte Jahr, Geräte die überbetrieblich zum Einsatz gelangen (Maschinenringe) jährlich überprüft werden. In Österreich sind ca. 65.000 Feldspritzen und Sprühgeräte vorhanden; ein großer Teil davon sind alte Geräte, die eine teuere Nachrüstung erfordern würden wenn sie den derzeitigen Richtlinien der Geräteausstattung entsprechen sollen. Wir haben daher in Österreich ab dem Jahr 2000 zwei unterschiedliche Kontrollvorgänge für die periodische Gerätekontrolle vorgesehen. a) eine umfangreichere Kontrolle (Ländersache) die der bisher in einigen Bundesländern gesetzlich vorgeschriebenen periodischen Kontrolle entspricht und zur Erlangung einer Prüfplakette führt und b) eine angepaßte Kontrolle (Bundessache) im Rahmen der ÖPUL-Förderung, die lediglich eine ordnungsgemäße Ausbringung der Pflanzenschutzmittel gewährleistet, was in einem Prüfbericht der Werkstätte bestätigt wird.. Dabei werden folgende Gerätefunktionen geprüft:
- bei Feldspritzgeräten: Horizontalverteilung, Manometer, Pumpenleistung und Sicherheit
Die angepaßte Kontrolle erfordert keine oder nur
geringe Nachrüstungskosten und ist daher auch für alle Pflanzenschutztreibenden
zumutbar. | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Applikationstechnik im UnterglasanbauSiegfried Rietz, Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, 38104 BraunschweigPflanzenschutzmittel (PSM) werden im Gemüse- und Zierpflanzenbau in Gewächshäusern überwiegend mit handgeführten Spritzgeräten angewendet. Das Spritzen von Hand ist arbeitsintensiv und eine genaue Dosierung und Verteilung der Spritzfüssigkeit auf und unter dem Blatt ist nur begrenzt möglich. Häufigere Anwendungen von PSM mit den entsprechenden Belastungen für die Kulturarbeiter, die Anwender, die Umwelt und die Kulturpflanzen sind erforderlich. Es besteht das Ziel, die Applikationsleistung über die Verteilgenauigkeit hinsichtlich Anlagerung der PSM am Blatt so zu optimieren, dass die Effizienz der PSM gegen relevante pilzliche und tierische Schadorganismen deutlich erhöht wird und mögliche Einsparpotentiale von PSM weiter ausgeschöpft werden können In einem Deutschen Normgewächshaus wurden über vier Jahre unter Versuchsbedingungen Anlagerungsversuche mit automatischen, selbstfahrenden Applikationsgeräten an Gurken- und Tomatenbeständen durchgeführt. Der Einfluss von Fahrgeschwindigkeiten, Düsentypen- und Einstellwinkel, Tröpfchengröße, Spritz/Sprühdruck und Luftunterstützung auf das Anlagerungsverhalten wurden mit Hilfe fluoriszierender Farbstoffe unter dem Blatt und auf dem Blatt untersucht.
Auf der Grundlage der von der Biologischen Bundesanstalt erarbeiteten applikationstechnischern Daten, wurde ein automatisches Applikationsgerät von der SBS-Sondermaschinen GmbH, Braunschweig, entwickelt. Dieser neue automatische Sprühroboter appliziert Pflanzenschutzmittel zielgenau und gleichmäßig auf und unter dem Blatt, ohne dass sich Personen in dieser Zeit im Gewächshaus aufhalten müssen.
| |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Technische Möglichkeiten zur Verringerung der AbdriftSchmidt, Klaus, Landesanstalt für Pflanzenschutz, StuttgartBei der Zulassung von Pflanzenschutzmittel stellt die bei der Ausbringung entstehende Abdrift derzeit ein entscheidendes Kriterium dar. Manche Mittel dürfen nur noch mit abdriftmindernder Technik, das waren bislang die Tunnel- oder Recycling-Spritzgeräte für den Wein- und Obstbau, ausgebracht werden. Diese erreichen eine Reduzierung der Abdrift um mindestens 90 %. In der Praxis sind solche Geräte jedoch nur wenig verbreitet und in vielen Fällen auch nicht einsetzbar. Nach der Einführung zusätzlicher Abdriftminderungsklassen (50 und 75 % Abdriftminderung) ergeben sich nunmehr auch für konventionelle Pflanzenschutzgeräte - bei entsprechender Ausstattung und angepassten Einsatzbedingungen - Möglichkeiten, in eine dieser Klassen eingestuft zu werden. Bei Feldspritzgeräten ist dies bereits erfolgt. Wichtiger als Neuentwicklungen sind die Möglichkeiten, den vorhandenen Gerätebestand mit geringem technischen und finanziellen Aufwand nachzurüsten und damit einen schnellen Einzug in die landwirtschaftliche Praxis zu erreichen. Eine Abdriftreduzierung bei fast allen Pflanzenschutzgeräten um mindestens 50 % kann durch die Verwendung grobtropfiger Düsen mit geringem Feintropfenanteil, das sind in der Regel die Injektordüsen, erzielt werden. Dies kann durch weitere Maßnahmen wie z.B. einseitige Gebläseabschaltung oder -abdeckung bei den Sprühgeräten ergänzt werden, so dass Abdriftreduzierungen von 75 bis 90 % und mehr auch bei konventionellen Geräten im Bereich des Möglichen liegen. | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Qualitätsbeurteilung der Applikation - Vergleich biologischer und analytischer AuswertemethodenReinhold Stadler, S. Strathmann, R. Saur (BASF Agrarzentrum), M. Landfried (FH-Bingen), H. Koch (LPP, Mainz)Die Minimierung der Umweltbelastung durch Abdrift und eine Optimierung der biologischen Wirksamkeit sind zwei Ziele, die mit der gleichen Düse nicht immer in gleichem Maße erfüllt werden. Es sind die Einflüsse von Witterung, Tageszeit, eingesetzter Technik, Pflanzenart, Bestandesdichte, Einsatzzeitpunkt, Wirkungsweise der Substanz, Mischung von verschiedenen Wirkstoffen und Befallsdruck zu beachten. Die verschiedenen Einflussgrößen, die bei der Applikation von Pflanzenschutzmitteln in Flächenkulturen berücksichtigt werden müssen, lassen es schwierig erscheinen, generell die richtige Düse oder eine richtige Düse zu empfehlen. Viele Formulierungen (EC, SC oder SE-Formulierungen) enthalten oberflächenaktive Substanzen, die Tropfengrößen verändern. Die Tropfengröße kann durch die Formulierung vergrößert oder verkleinert werden. Die Tropfengrößenverteilungen von Spritzmittellösungen sind nach unseren Messungen enger als bei Messungen von reinem Wasser.
Welche
Tropfen lagern sich an den Pflanzen an - Visualisierung und Auswertung der Beläge: Am Beispiel von verschiedenen Injektor- und Mehrbereichsdüsen sollte aufgezeigt werden, welche Flächen letztendlich benetzt werden. Die Konzentration des Wirkstoffes wurde so gewählt, dass die Menge pro ha konstant blieb, die Wassermengen wurden zwischen 50 - 300 l/ha variiert. Jeweils mit der höchsten Wasseraufwandmenge wird der höchste Blattbelag erzielt. Die feinen Tropfen, die bei 50 - 100 l/ha erzeugt werden, erreichen die Zielflächen nur noch bedingt, Wassermengen ab 200 l/ha führen zu besseren Blattbelägen. Die bildanalytischen Ergebnisse decken sich mit den biologischen Ergebnissen aus dieser Versuchsreihe. Der Krankheitsbefall konnte mit mehr Wasser wirkungsvoller bekämpft werden. Letztendlich wirkt sich dies auf den Ertrag aus. Der Versuch im Freiland mit dichtem Bestand zeigt, dass für eine effiziente Krankheitsbekämpfung viel Wasser nötig ist. Mit systemischen Produkten zeigten sich keine Unterschiede zwischen feintropfigen oder grobtropfigen Düsen. Der Einsatz von lokal wirkenden Substanzen kann jedoch zu einem anderen Ergebnis führen. Bei 100 l Wassermenge wird mit Injektordüsen ein geringerer Flächenbelag auf dem Blatt erzielt als mit 100 l XR-Düsen, dies führt zu einer Wirkungseinbuße. Ab 200 l/ha ist kaum noch ein Unterschied zu erkennen.
Empfehlungen - Zusammenfassung: | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Dynamische Belagsverteilung bei Feldspritzgeräten größerer ArbeitsbreitePamela Wolf, Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, 38104 BraunschweigBei der Verteilung von Pflanzenschutzmitteln in Flächenkulturen können die Gestängebewegungen der Feldspritzgeräte in hohem Maß zu Über- und Unterdosierung der Mittel auf der Zielfläche führen. Dies wird bisher bei der Geräteprüfung nicht berücksichtigt. In Hinblick auf ein zusätzliches Kriterium in der Geräteprüfung wurde auf dem Schwingungsprüfstand der BBA eine Versuchsreihe mit neun Anhängegeräten mit 27 m Arbeitsbreite durchgeführt, wobei jedes Gerät einer Feld-, einer Sinusanregung mit veränderlicher Frequenz und einer konstanten Auslenkung des Gestänges unterworfen und das Bewegungs- und Verteilungsverhalten der Geräte erfaßt wurde.
Der VK der untersuchten Anhängegeräte zur Feldanregung betrug selbst am Gestängeende weniger als 12%. Insgesamt waren die Unterschiede zwischen den Geräten eher unbedeutend. Im Vergleich zu früheren Untersuchungen an Anbaugeräten mit 15 m Arbeitsbreite erfolgte die Belagsverteilung sehr gleichmäßig. Dies ist hauptsächlich auf die mit der Arbeitsbreite ansteigende Massenträgheit zurückzuführen. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass auch mit einfachen Methoden eine Beurteilung der dynamischen Eigenschaften der Geräte erfolgen kann und die Aufnahme eines zusätzlichen Prüfkriteriums realisierbar erscheint. | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
Flüssigdüngung in der PflanzenproduktionHerbert zum Hingste, Lechler GmbH + Co.KGDer erste Einsatz flüssiger Düngemittel ist aus den USA seit den 30er Jahren, in Deutschland seit Ende der 40er bis Anfang der 50er Jahre bekannt. Als Flüssigdünger hat sich in Deutschland AHL durchgesetzt und die stetige Nutzung von AHL zeigt, daß sehr viele Anwender die Vorteile der Flüssigdüngung zu nutzen verstehen. Diese sind: Günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis, 3 N-Formen, exakte und gleichmäßige Verteilung, Nutzung der Ausbringtechnik für PSM (hohe Schlagkraft), Kombinationsmöglichkeit mit PSM, Wachstumsreglern und Spurennährstoffen, Eignung zur Boden- und Blattdüngung, gleiche N-Düngewirkung wie Vergleichsdünger. Umfangreiche eigene aber auch amtliche Untersuchungen belegen die N-Düngewirkung. Unter Praxisbedingungen kommt es vor, daß witterungsbedingt Termine oder Anwendungsbedingungen nicht eingehalten werden können und dadurch die Düngewirkung von AHL beeinträchtigt werden kann. Aus diesem Grund führen wir seit 1992 Versuche unter unterschiedlichen Standortbedingungen durch, die folgende Ergebnisse gezeigt haben: Bis zum ES 32 kann AHL mit allen für Menge und Zweck geeigneten Düsen ausgebracht werden. Bei späteren Anwendungsterminen steigt die Empfindlichkeit der Pflanzen. Ab dem Erscheinen des Fahnenblattes stellen Mehrlochdüsen eine Alternative zu den bisher empfohlenen Schleppschläuche dar. Vorteilhaft ist die Anwendung bei Pflanzen mit ausreichend ausgebildeter Wachsschicht und bei günstigen Witterungsbedingungen. Im Ergebnis der bisherigen Untersuchungen erwies sich die 5-Lochdüse als günstigste Variante. Nach dem ES 9/51 können nur noch Schleppschläuche angewendet werden. Die Kombination mit Pflanzenschutzmaßnahmen bleibt auf den Anwendungsfall der verschiedenen Varianten der Flachstrahldüse beschränkt. Die vorgestellten Versuchserfahrungen und sich daraus abgeleiteten Anwendungsempfehlungen wurden mit Marken-AHL mit gleichbleibenden Qualitätseigenschaften gewonnen. | |
|
Zurück zum Seitenanfang |
|
|
| Arbeitskreise der DPG | DPG Startseite| Webmaster Last modified: Tue Jun 7 00:13:30 CEST 2005 | |